Stoppelrübe
Die Stoppelrübe ist eine rasch wachsende Futterrübe aus der Familie der Kreuzblütler, die nach der Getreideernte gesät wird und bis zum Spätherbst eine Rübe bildet.
Sie ist eine Form der Art Brassica rapa, zu der auch der Rübsen gehört. Aus einer lockeren Rosette fiederschnittiger, kurz borstig behaarter Blätter, die direkt auf der Rübe sitzen, wächst eine rundliche bis plattrunde Rübe. Sie ist meist weiß und im oberen Teil, wo sie aus dem Boden ragt, oft violett oder grün gefärbt, innen weiß bis gelblich. Erst im zweiten Jahr würde sie gelb blühen, als Zwischenfrucht wird sie vorher genutzt.
Gesät wird gleich nach der Getreideernte, möglichst bis Anfang oder Mitte August, in rauen Lagen früher. Das Saatgut ist billig, die Erträge sind sicher und hoch, und Rübe wie Blatt haben einen guten Futterwert, sind aber sehr wasserreich. Früher war sie eine verbreitete Herbstweide für das Vieh, heute wird sie seltener angebaut. Auf Wildäckern und in mehrjährigen Wildacker- und Saummischungen liefern Blätter und Rüben Reh und Hase im Spätherbst und Winter Äsung.
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