Untersaat
Eine Untersaat ist eine Pflanzenart, meist Klee oder Gras, die in eine Hauptkultur wie Getreide oder Mais gesät wird und nach deren Ernte weiterwächst.
Die Hauptkultur heißt dabei Deckfrucht. Die Untersaat wird gleichzeitig mit ihr oder einige Wochen später gesät, bleibt im Schatten zunächst niedrig und wächst erst nach der Ernte kräftig, wenn sie Licht bekommt. So ist der Acker nach dem Drusch sofort begrünt, ohne dass neu gesät werden muss. Untersaaten schützen vor Erosion, binden Nährstoffe, unterdrücken Unkraut und liefern Futter; Klee im Getreide ist das klassische Beispiel.
Für das Niederwild ist eine Untersaat ein Gewinn. Nach der Getreideernte stehen Feldhase, Rebhuhn und Reh nicht auf kahlen Stoppeln, sondern finden sofort grüne Äsung und etwas Deckung. Eine Kleeuntersaat kann im folgenden Jahr als Futterfläche weitergenutzt werden.