Wildbiologie · Jägersprache

Rauschzeit

auch: Rausche

Rauschzeit ist die Paarungszeit des Schwarzwildes, klassisch im November und Dezember. Auch beim Muffelwild spricht man von der Rauschzeit.

Was bedeutet „Rauschzeit“?

Jede Wildart hat für ihre Paarungszeit ein eigenes Wort: Rot- und Damwild haben die Brunft, das Rehwild die Blattzeit, das Raubwild die Ranz. Beim Schwarzwild heißt diese Zeit Rauschzeit, das einzelne Paarungsgeschehen Rausche. In dieser Phase beschlägt der Keiler die Bachen. Auch das Muffelwild hat eine Rauschzeit, die in den Spätherbst und Winter fällt. Umgangssprachlich entspricht das Wort schlicht der Paarungszeit der Wildschweine.

Zeitraum und Verlauf beim Schwarzwild

Klassisch liegt die Rauschzeit im November und Dezember, teils reicht sie bis in den Januar. Allgemeiner wird der Spätherbst bis Winter als Rauschzeit angegeben. Die Leitbache leitet die Rauschzeit der Rotte ein. Nach einer Tragzeit von drei Monaten, drei Wochen und drei Tagen frischen die Bachen im Wurfkessel. Ausgewachsene Keiler sind abseits dieser Zeit überwiegend Einzelgänger. Heute verläuft das Geschehen allerdings weniger starr: Fortpflanzungsaktivität kommt auch zu anderen Zeiten vor, Frischlinge sind ganzjährig möglich, und wann ein Stück zum ersten Mal in die Rausche kommt, hängt eher von seiner körperlichen Verfassung als vom Alter ab.

Bedeutung für Wildbret und Ansprechen

Die Rauschzeit wirkt sich auch auf die Wildbrethygiene aus. Wird in dieser Phase ein Keiler mit deutlich geschwollenen Hoden erlegt, ist eine amtliche Fleischuntersuchung erforderlich. Außerdem erklärt die Rauschzeit, warum ein alter Keiler nur zeitweise bei der Rotte steht und sich sonst meist sehr heimlich verhält.

„Rauschzeit“ in der Jägerprüfung

Abgefragt wird vor allem der Zeitraum, meist mit November/Dezember als richtiger Antwort, manchmal mit dem Zusatz bis Januar oder unregelmäßig. Weitere Fragen betreffen das Sozialverhalten alter Keiler, die Tragzeit und die heutige Verschiebung der Fortpflanzung. Gelegentlich wird auch verlangt, die Leitbache als Auslöserin der Rauschzeit zu nennen. Als Fehler gilt, Rausch- und Wurfzeit zu starr darzustellen.

Häufige Fragen zu „Rauschzeit“

Wann ist die Rauschzeit beim Schwarzwild?

Klassisch im November und Dezember, teils bis in den Januar. Heute kann es aber auch außerhalb dieser Zeit zur Paarung kommen.

Hält sich der Keiler außerhalb der Rauschzeit in der Rotte auf?

Meist nicht. Erwachsene Keiler leben außerhalb dieser Zeit überwiegend allein; in der Rauschzeit beschlagen sie die Bachen der Rotte.

„Rauschzeit“ kommt in 9 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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