Tragzeit
Die Tragzeit ist die Zeit von der Befruchtung bis zur Geburt der Jungen; jede Wildart hat dafür eine typische Dauer.
Beim Schwarzwild dauert sie rund 115 Tage, oft umschrieben als drei Monate, drei Wochen und drei Tage, beim Rotwild rund 34 Wochen. Beim Feldhasen sind es 42 bis 44 Tage, beim Wildkaninchen etwa vier Wochen, beim Wolf neun und beim Luchs zehn Wochen. Ein trächtiges Stück Schalenwild nennt der Jäger beschlagen.
Besonders lang ist die Tragzeit bei Arten mit Keimruhe. Die Ricke wird in der Blattzeit im Juli und August beschlagen, der Keim ruht bis in den Dezember, gesetzt wird erst im Mai oder Juni; so kommt das Reh auf rund neuneinhalb Monate. Eine Keimruhe kennen auch Dachs und Marder, unter dem Schalenwild nur das Reh.
Verwandte Begriffe
EiruheEiruhe oder Keimruhe heißt die Entwicklungspause des befruchteten Eies, die beim Rehwild auf die Blattzeit folgt und bis in den Dezember dauert.SetzzeitSetzzeit heißt der Zeitraum, in dem das Haarwild seine Jungen zur Welt bringt; beim Rehwild liegt sie meist im Mai und Juni.BlattzeitBlattzeit heißt die Brunft des Rehwildes; sie fällt in den Hochsommer, meist von Mitte Juli bis Mitte August.BrunftBrunft heißt in der Jägersprache die Paarungszeit des Schalenwildes, vor allem bei Rot-, Dam- und Sikawild, aber auch bei Gams- und Muffelwild.RauschzeitRauschzeit heißt in der Jägersprache die Paarungszeit des Schwarzwildes, die schwerpunktmäßig im November und Dezember liegt.