Raufutterfresser
Raufutterfresser heißen Wiederkäuer, die faserreiche Kost wie Gräser gut verwerten können; unter dem Schalenwild gehört das Muffelwild dazu.
Sie bilden einen der drei Äsungstypen nach Hofmann. Ein großer Pansen hält die Äsung lange zurück, sodass die Kleinstlebewesen auch zähe Zellulose gründlich aufschließen; so genügen ihnen Gräser und Heu, die ein Konzentratselektierer kaum nutzen kann. Typische Vertreter unter den Haustieren sind Rind und Schaf.
Das Muffelwild äst vor allem Gräser, nimmt aber auch Kräuter, Knospen und Waldfrüchte und kann Rinde schälen. In der Wildfütterung nennt man faserreiches Futter wie Heu, Laubheu oder Luzerneheu Raufutter.
Verwandte Begriffe
KonzentratselektiererKonzentratselektierer heißen Wiederkäuer, die gezielt leicht verdauliche, nährstoffreiche Pflanzenteile auswählen; unter dem Schalenwild sind das Reh und der Elch.IntermediärtypAls Intermediärtyp oder Mischäser bezeichnet man Wiederkäuer, die je nach Angebot und Jahreszeit leicht verdauliche Pflanzenteile wie auch faserreiche Gräser nutzen.MuffelwildMuffelwild ist die jagdliche Bezeichnung für das Mufflon, das kleinste Wildschaf, das zu den Hornträgern zählt und in Mitteleuropa eingebürgert wurde.SchälschadenEin Schälschaden entsteht, wenn Schalenwild, vor allem Rotwild, mit den Zähnen Rinde vom Stamm abzieht oder abnagt und frisst.WiederkäuerWiederkäuer sind Paarhufer, die ihre Nahrung zunächst grob abschlucken, später wieder hochwürgen und gründlich zerkauen; dazu gehört fast alles Schalenwild.