Wildbiologie · Jägersprache

Brunft

auch: Brunftzeit

Brunft ist das Jägerwort für die Paarungszeit des Schalenwilds, vor allem der Hirscharten; beim Reh heißt sie Blattzeit, bei Schwarz- und Muffelwild Rauschzeit.

Was bedeutet „Brunft“?

Mit Brunft meint die Jägersprache die Zeit, in der sich das Schalenwild paart – im Alltag würde man von Paarungszeit sprechen. Die Arten unterscheiden sich darin deutlich, weshalb es sogar eigene Namen gibt: Beim Rehwild heißt die Paarungszeit Blattzeit, bei Schwarzwild und Muffelwild Rauschzeit. Die Brunft bestimmt zusammen mit Tragzeit und Setzzeit den Jahreslauf einer Wildart. Biologische Zeiträume lassen sich bundesweit lernen, die Jagdzeiten dagegen ergeben sich aus der Bundesjagdzeitenverordnung und den teils abweichenden Regelungen der Länder.

Brunftzeiten der Schalenwildarten

Am frühesten ist das Rehwild mit der Blattzeit im Juli und August. Rotwild brunftet im September und Oktober und fällt durch eine kräftige Brunftstimme auf. Damwild folgt meist im Oktober, regional bis in den November. Auch Sikawild brunftet im Herbst und ist an pfeifenden Lauten zu erkennen. Gamswild brunftet im Spätherbst, Muffelwild hat seine Rauschzeit im Spätherbst bis Winter, als typischer Monat wird der November genannt. Beim Schwarzwild liegt die Rauschzeit oft im Spätherbst und Winter, Frischlinge sind jedoch das ganze Jahr über möglich. Außerhalb des Schalenwilds paaren sich im Sommer auch Baummarder, Steinmarder und Dachs, im Winter der Fuchs.

Brunftverhalten am Beispiel Damwild

Beim Damwild besetzen Hirsche je nach Bestandsdichte feste Brunftplätze oder versuchen, Kahlwildgruppen an sich zu binden. Territoriale Hirsche schlagen eine Brunftkuhle, urinieren hinein und suhlen sich darin; der Geruch dient als Signal. Ihre heiseren Rufe nennt man Schnorcheln. Brunfthirsche äsen kaum und verlieren dabei deutlich an Gewicht. Für die Küche ist die Brunft ebenfalls relevant: Das Wildbret des Damhirschs kann in dieser Zeit Geschlechtsgeruch annehmen, während es beim Rehwild in der Paarungszeit ohne Einschränkung verwertbar bleibt.

„Brunft“ in der Jägerprüfung

Mit rund siebzig Fragen gehört die Brunft zu den am häufigsten geprüften Wildkundebegriffen. Verlangt werden vor allem die Brunftmonate der einzelnen Arten, die Namen der Laute und die Arten mit Paarungszeit im Sommer oder im Winter. Häufige Fehler entstehen durch das Verwechseln von Rot- und Damwildbrunft sowie durch das Vergessen der Sonderbegriffe Blattzeit und Rauschzeit.

Häufige Fragen zu „Brunft“

Wann ist die Brunft beim Rotwild?

Die Rotwildbrunft fällt in die Monate September und Oktober. Die Hirsche machen dann mit ihrer kräftigen Brunftstimme auf sich aufmerksam.

Wie nennt man den Brunftruf des Damhirschs?

Der heisere Ruf des Damhirschs heißt Schnorcheln. Die Damwildbrunft liegt meist im Oktober und reicht regional in den November.

Ist Wildbret aus der Brunft verwertbar?

Beim Rehwild ja, dort gibt es keine Einschränkung. Beim Damhirsch kann das Wildbret während der Brunft Geschlechtsgeruch aufweisen.

„Brunft“ kommt in 70 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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