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Wildbiologie · Jägersprache·Mittlere Prüfungsrelevanz

Ranzzeit

Die Ranzzeit ist die Paarungszeit beim Fuchs und anderen Raubsäugern.

Als Ranzzeit bezeichnet man die Paarungsperiode beim Fuchs, die in Mitteleuropa typischerweise von Dezember bis Februar stattfindet. In dieser Zeit sind Rüden besonders aktiv und weiträumig unterwegs.

Definition

Der Begriff Ranzzeit stammt aus der Jägersprache und bezeichnet die Paarungszeit des Fuchses (Vulpes vulpes). Übertragen wird der Begriff auch auf andere Raubsäuger wie Dachs und Marder. Beim Rotwild wird diese Phase als Brunft, beim Schwarzwild als Rauschzeit bezeichnet.

Biologische Besonderheiten

Während der Ranzzeit verlieren Füchse ihre sonst ausgeprägte Scheu. Rüden legen große Strecken zurück, um empfangsbereite Fähen zu finden. Charakteristisch sind die lauten, klagenden Rufe der Fähen sowie das Heulen der Rüden. Die Tragezeit der Fähe beträgt ca. 52 Tage.

Prüfungsrelevanz

Prüfungsrelevant ist die Abgrenzung der Ranzzeit von Brunft (Rotwild) und Rauschzeit (Schwarzwild). Kandidaten müssen die zeitliche Lage der Ranzzeit sowie die damit verbundenen Verhaltensänderungen beschreiben können.

Relevante Wildarten

Fuchs·Dachs