Hege

r-Stratege

auch: R Strategie

Ein r-Stratege ist eine Tierart, die sich rasch und mit vielen Jungen vermehrt, dafür wenig in den einzelnen Nachwuchs investiert. Beispiele aus dem Revier sind Wildkaninchen, Feldhase und Fasan.

Was bedeutet „r-Stratege“?

Die Wildbiologie unterscheidet zwei Lebensgeschichtsstrategien, nach denen sich Arten fortpflanzen: die r-Strategie und die K-Strategie. Das „r“ steht für die intrinsische Wachstumsrate einer Population, also für ihre Fähigkeit, sich aus eigener Kraft zu vermehren. r-Strategen bringen viele Jungtiere je Wurf zur Welt, kümmern sich aber nur wenig um sie und leben meist kurz. Die Fortpflanzungsrate ist hoch, gleichzeitig stirbt ein großer Teil der Nachkommen früh. Setzt man auf Masse statt auf Qualität des einzelnen Jungtiers, spricht man von r-Strategie.

Typische r-Strategen im Revier

Als Paradebeispiel gilt das Wildkaninchen: Es setzt im Jahr 4 bis 6 Würfe mit jeweils 4 bis 6 Jungen und wird schnell geschlechtsreif. Auch der Feldhase gehört mit 3 bis 4 Würfen zu je 2 bis 3 Jungen dazu, ebenso der Fasan. Populationen solcher Arten schwanken stark. Nach einem Einbruch erholen sie sich jedoch in kurzer Zeit wieder. Dem stehen die K-Strategen gegenüber, etwa Rotwild oder Wolf: Sie haben wenige, gut versorgte Nachkommen – beim Rotwild ein Kalb mit langer Aufzucht – und erholen sich nach Überjagung nur langsam.

Folgen für Bejagung und Hege

Weil sich Bestände von r-Strategen rasch erneuern, verträgt ihre Population eine vergleichsweise intensive Bejagung. Grundsätzlich wachsen Populationen logistisch auf die Tragkapazität des Lebensraums zu, den sogenannten K-Wert. Ein nachhaltiger Abschuss sollte den Jahreszuwachs nicht übersteigen; der größte Zuwachs wird bei etwa der halben Tragkapazität erreicht. Bei hoher Dichte bremsen dichteabhängige Faktoren das Wachstum von selbst, während Winter oder Pestizide unabhängig von der Dichte wirken.

„r-Stratege“ in der Jägerprüfung

Der Begriff gehört zur Populationsbiologie im Sachgebiet Wildtierkunde und Hege. Er wird gebraucht, um zu erklären, warum sich Bestände von Kaninchen oder Fasan anders entwickeln als die des Rotwildes und warum Abschusshöhen je nach Art unterschiedlich zu bewerten sind. Typisch ist die Aufgabe, aus dem jagdlichen Alltag Arten beider Strategien zu benennen und die Unterschiede in Wurfgröße, Fürsorge und Erholungsfähigkeit zu begründen.

Häufige Fragen zu „r-Stratege“

Was ist der Unterschied zwischen r-Strategen und K-Strategen?

r-Strategen vermehren sich schnell, haben viele Junge und betreiben wenig Brutpflege. K-Strategen haben wenige Nachkommen und versorgen diese lange und intensiv. Entsprechend erholen sich r-Strategen nach Bestandseinbrüchen rasch, K-Strategen nur langsam.

Welche Wildarten sind r-Strategen?

Wildkaninchen, Feldhase und Fasan werden als typische Beispiele genannt.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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