Populationsdynamik
Als Populationsdynamik bezeichnet man die Veränderung von Größe und Zusammensetzung eines Tierbestands im Lauf der Zeit und die Ursachen dafür.
Vier Größen bestimmen sie: Geburten und Zuwanderung lassen einen Bestand wachsen, Sterblichkeit und Abwanderung lassen ihn schrumpfen. Dahinter stehen Nahrungsangebot, Witterung, Krankheiten, Beutegreifer, Jagd und der Zustand des Lebensraums.
Man unterscheidet dichteabhängige Faktoren, die umso stärker wirken, je dichter ein Bestand ist, etwa Nahrungsmangel, Seuchen wie die Räude oder die Abwanderung junger Tiere, von dichteunabhängigen wie strengen Wintern, Dürre oder Hochwasser. Ein Bestand, der sich frei entwickeln kann, wächst zunächst rasch und pendelt sich dann nahe der Tragkapazität ein. Wer Abschusspläne aufstellt, braucht dieses Wissen, um Zuwachs und nachhaltige Entnahme abzuschätzen.