Hege
Benjeshecke
Eine Benjeshecke ist ein locker aufgeschichteter Wall aus Ästen und Reisig, der sofort Deckung bietet und sich über eingetragene Samen nach und nach zu einer lebenden Hecke entwickelt.
Was ist eine „Benjeshecke“?
Die Benjeshecke ist eine Form des Totholzwalls. Man legt Äste, vorzugsweise von Laubbäumen, und Reisig locker in Reihen übereinander. Anders als eine gepflanzte Hecke muss sie nicht erst heranwachsen, um Schutz zu bieten: Das Astgewirr ist vom ersten Tag an Deckung. Samen gelangen mit dem Wind oder über den Kot von Vögeln in den Wall, keimen im Schutz der Äste und wachsen zu Sträuchern und Bäumen heran. So wird aus dem toten Material innerhalb von zwei bis drei Jahren ein grüner Heckenstreifen.
Anlage und Nutzen im Revier
Die Benjeshecke zählt zur Biotophege, die nicht einzelne Arten direkt fördert, sondern den Lebensraum so umgestaltet, dass er dauerhaft Deckung, Äsung und Brutplätze bietet. Hecken gelten im Offenland als besonders wertvolle Strukturen für Hase, Rebhuhn und Fasan. Die Benjeshecke ist ein günstiger Weg dorthin: Sie verursacht wenig Kosten, und die Anlage gelingt auch in kleinen Revieren. Sie eignet sich deshalb für Jäger, die ohne großes Budget Struktur in eine ausgeräumte Feldflur bringen möchten.
„Benjeshecke“ in der Jägerprüfung
Im Fragenbestand taucht die Benjeshecke nur vereinzelt auf. Verlangt wird, sie beschreiben zu können – aufgeschichtete Laubholzäste, in deren Schutz sich durch Anflug und Vogelkot Gehölze ansiedeln – und sie als landschaftspflegerische Maßnahme zu erkennen. Fachlich gehört sie zum Themenfeld Biotophege und Lebensraumgestaltung.
Häufige Fragen zu „Benjeshecke“
Wie lange braucht eine Benjeshecke, bis sie grün ist?
Durch eingetragene Samen begrünt sie sich in der Regel innerhalb von zwei bis drei Jahren. Bis dahin liefert der Astwall bereits Deckung.
Welches Material verwendet man für eine Benjeshecke?
Man schichtet Äste und Reisig locker zu einem Wall auf, bevorzugt Material von Laubbäumen. Pflanzen muss man nichts, weil Wind und Vögel die Samen eintragen.
„Benjeshecke“ kommt in 2 Prüfungsfragen vor
So oft taucht der Begriff in unserem Fragenbestand aus Hege und den übrigen Sachgebieten auf. Übe die Fragen dazu im Trainer, bis du sie sicher beantwortest.
Kostenlos Prüfungsfragen übenVerwandte Begriffe
- HeckeEine Hecke ist ein linienförmiger, meist mehrreihiger Gehölzstreifen im Offenland, der Niederwild und vielen anderen Arten Deckung, Nahrung, Brutplätze und Windschutz bietet und naturschutzrechtlich besonders geschützt ist.
- BiotophegeBiotophege ist die Form der Hege, die nicht einzelne Wildarten direkt fördert, sondern den Lebensraum dauerhaft so gestaltet, dass er Deckung, Äsung und Brutplätze für alle Arten bietet.
- LebensraumgestaltungLebensraumgestaltung bedeutet, ein Revier so zu strukturieren, dass Wild dort dauerhaft Deckung, Äsung und Brutplätze findet – etwa durch Hecken, Feldgehölze oder Benjeshecken.
- TotholzTotholz ist abgestorbenes Holz im Wald und in Gehölzen, stehend oder liegend. Es bietet Höhlen, Verstecke und Nahrung und erweitert so die Artenvielfalt der Waldlebensgemeinschaft.
- FeldgehölzEin Feldgehölz ist eine Insel aus Bäumen und Sträuchern mitten in der offenen Feldflur. Es liefert Niederwild und vielen anderen Tieren Deckung, Äsung sowie Brut- und Setzplätze.
- RebhuhnDas Rebhuhn (Perdix perdix) ist ein heimischer Hühnervogel der offenen, strukturreichen Feldflur. Als Bodenbrüter mit Nestflüchter-Küken lebt es im Herbst und Winter im Familienverband, der Kette.
- FeldhaseDer Feldhase (Lepus europaeus) ist ein Niederwild der offenen Kulturlandschaft aus der Ordnung der Hasenartigen. Er ist kein Nagetier, ruht in einer oberirdischen Sasse und bringt behaarte, sehende Junge zur Welt.
Weitere Begriffe aus Hege
BestandshegeAuf-den-Stock-SetzenBiosphärenreservatÄsungsflächeBiotopArtenschutzAnsitzleiterBiotopverbundAlle Begriffe aus Hege