Zuwachsrate
Die Zuwachsrate gibt den jährlichen Zuwachs eines Wildbestands im Verhältnis zu einer Bezugsgröße an, meist in Prozent des Frühjahrsbestands oder seines weiblichen Teils.
Welche Bezugsgröße gilt, hängt von der Wildart ab. Beim Rehwild wird der Zuwachs meist auf das am ersten April vorhandene weibliche Wild bezogen, beim Rotwild auf die Alttiere, beim Schwarzwild auf den Gesamtbestand im Frühjahr. Die Planungswerte der Länder unterscheiden sich, und von Jahr zu Jahr schwankt die tatsächliche Rate je nach Witterung und Nahrung.
Zwischen den Arten sind die Unterschiede groß. Das Wildkaninchen übertrifft Feldhase und Fuchs deutlich. Unter dem Schalenwild hat das Rotwild eine der geringsten Raten, beim Gamswild bleibt sie wegen später Geschlechtsreife und Verlusten durch Witterung niedrig. Das Schwarzwild kann unter günstigen Bedingungen einen Zuwachs von bis zu 300 Prozent des Frühjahrsbestands erreichen. Beim Raubwild gilt der Marderhund als besonders zuwachsstark.