Hege

Kleingewässer

Ein Kleingewässer ist eine kleine, meist stehende Wasserstelle wie Tümpel oder Laichteich; im Revier dient es vor allem Amphibien als Fortpflanzungsort und ist ein klassisches Element der Biotophege.

Was ist ein „Kleingewässer“?

Mit Kleingewässer sind kleine Wasserflächen in Feld und Wald gemeint, etwa Tümpel oder eigens angelegte Laichteiche. Für die Jagd sind sie kein Selbstzweck, sondern Teil der Lebensraumhege. § 1 BJagdG verpflichtet den Jäger nicht nur zur Pflege eines gesunden Wildbestands, sondern auch zur Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen. Neben Hecken, Blühstreifen und Wildäckern gehört die Anlage von Kleingewässern ausdrücklich zu den Maßnahmen der Biotophege. Sie gilt als besonders nachhaltig, weil sie vielen Arten zugleich nützt. Eine Landschaft mit Hecken und Kleingewässern ist strukturreich, ausgeräumte Fluren mit großen Schlägen sind es nicht.

Bedeutung für Amphibien und Wild

Amphibien sind auf zwei Lebensräume angewiesen: Zur Fortpflanzung brauchen sie Wasser, den Sommer und die Überwinterung verbringen sie an Land. Im März und April wandern sie oft in großer Zahl zu ihren Laichgewässern. Rechtlich stehen sämtliche heimischen Arten unter besonderem oder strengem Schutz nach § 44 BNatSchG; der Kammmolch ist zusätzlich als FFH-Art in den Anhängen II und IV gelistet. Für den Jäger sind sie indirekt wichtig: Sie sind Hauptbeute des Iltis und Nahrung für Reiher, Storch und Ringelnatter. Der Laubfrosch gilt als Zeigerart für saubere Kleingewässer und intakte Feuchtgebiete.

Worauf es bei Anlage und Pflege ankommt

Entscheidend ist, auf Fischbesatz zu verzichten. Fische fressen Laich und Kaulquappen, weshalb Fischbesatz als häufigste Ursache gilt, wenn Amphibien in einem Gewässer ausbleiben. Naturbelassene, fischfreie Kleingewässer fördern dagegen Amphibien und damit auch den Iltis. Wie bei jeder Biotophege ist die Zusammenarbeit mit Landwirtschaft und Naturschutz nötig. Naturnahe Feuchtbiotope wie Tümpel und Sümpfe sind nach § 30 BNatSchG gesetzlich geschützt; in Niedersachsen sind zusätzlich hochstaudenreiche Nasswiesen sowie sonstiges artenreiches Feucht- und Nassgrünland nach Landesnaturschutzrecht geschützte Biotope.

„Kleingewässer“ in der Jägerprüfung

Im Bestand kommt der Begriff in zwei Fragen vor, beide im Zusammenhang mit Feuchtbiotopen. Verlangt wird das Wissen, dass Tümpel und Sumpfgebiete als Lebensräume geschützter Arten zu erhalten sind. Im Sachgebiet Hege und Naturschutz hilft der Begriff zudem, die Unterschiede zwischen Biotop- und Bestandshege zu erklären und den Jäger als Naturschützer zu verstehen.

Häufige Fragen zu „Kleingewässer“

Warum sollen Kleingewässer im Revier fischfrei sein?

Fische fressen Amphibienlaich und Kaulquappen. Fischbesatz ist der häufigste Grund dafür, dass Frösche, Kröten und Molche in einem Gewässer fehlen.

Was hat der Jäger von einem Kleingewässer?

Es gehört zur gesetzlich verankerten Pflege der Lebensgrundlagen des Wildes. Zudem fördert es Amphibien, die dem Iltis als Hauptnahrung dienen, und bereichert die Revierstruktur.

Wann ist ein Kleingewässer für Amphibien besonders wichtig?

Vor allem im März und April, wenn Kröten und andere Amphibien zu ihren Laichplätzen wandern und dort ablaichen.

„Kleingewässer“ kommt in 2 Prüfungsfragen vor

So oft taucht der Begriff in unserem Fragenbestand aus Hege und den übrigen Sachgebieten auf. Übe die Fragen dazu im Trainer, bis du sie sicher beantwortest.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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