Hirse
Hirse ist ein wärmebedürftiges, einjähriges Getreide aus der Familie der Süßgräser, hierzulande meist die Rispenhirse mit überhängenden Rispen und kleinen runden Körnern.
Die Rispenhirse wird 30 bis 100, selten bis 150 Zentimeter hoch, ihre breiten Blätter und Blattscheiden sind rau behaart. Ab Juli schiebt sie eine 10 bis 30 Zentimeter lange, lockere, oft einseitig überhängende Rispe mit vielen Ährchen. Die runden, glänzenden Körner sind nur 3 bis 4 Millimeter groß und je nach Sorte gelb, weiß oder dunkel. Bis ins frühe 20. Jahrhundert war sie in Teilen Deutschlands ein Grundnahrungsmittel, dann verdrängten Kartoffel, Weizen und Mais sie weitgehend.
Hirse ist stark frostempfindlich und wird deshalb erst um Mitte Mai gesät, wenn der Boden warm ist. Nach rund hundert Tagen ist sie reif. Sie kommt mit trockenen, sandigen Böden und wenig Nährstoffen aus. Ihre Körner fressen Vögel so gern, dass sie auf kleinen Flächen große Ausfälle verursachen. Auf Wildäckern dient Hirse deshalb als Körnernahrung für Fasan, Rebhuhn und Singvögel. Als Gründüngung im Spätsommer eignet sie sich nicht.
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