Jagdlexikon

Rotfäule

Wald und Feld

Als Rotfäule bezeichnet man die rötliche Zersetzung des Stammholzes vor allem der Fichte durch Pilze, die über Wurzeln oder Rindenwunden wie Schälstellen eindringen.

Fichtenstammscheibe mit Rotfäule · KI-generierte Illustration
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte Abbildung

Fichtenstammscheibe mit Rotfäule · KI-generierte Illustration

Wichtigster Erreger ist der Wurzelschwamm, auf den gut 70 Prozent der Rotfäulen zurückgehen. Er dringt fast nur über die Wurzeln ein, etwa über verletzte Wurzelanläufe, frische Stöcke oder Wurzelkontakt mit befallenen Nachbarbäumen, und die Fäule steigt im Kern des Stammes rasch hoch. Eine zweite Form ist die Wundfäule: Über Rindenverletzungen, wie sie bei der Holzernte und durch die Schäle des Rotwildes entstehen, dringen Pilze wie der Blutende Schichtpilz ein; sie bleibt meist auf einen kürzeren Stammabschnitt begrenzt.

Von außen ist der Schaden oft nicht zu sehen, erst die Stammscheibe zeigt den rötlich verfärbten, später mürben bis hohlen Kern. Das Holz verliert an Festigkeit und Wert, faule Stammfüße können brechen, und längere Stammstücke müssen abgetrennt werden. In Fichtenbeständen ist die Rotfäule daher der wirtschaftlich bedeutsamste Folgeschaden der Schäle, während die Kiefer ihre Wunden stark verharzt und kaum fault.

Fragen zu diesem Begriff üben

Verwandte Begriffe

Mehr aus Wald und Feld

Alle 237 Begriffe
Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion