Lexikon

Erdsitz

Hege

Ein Erdsitz ist eine ebenerdige Ansitzeinrichtung, in der der Jäger hinter Wänden und oft unter einem Dach am Boden sitzt.

Ebenerdiger, geschlossener Erdsitz aus Brettern mit Pultdach und waagerechten SchießöffnungenMit künstlicher Intelligenz erzeugte Abbildung
Erdsitz · KI-generierte Illustration

Ältere Erdsitze sind teils in den Boden eingegraben, sodass nur der obere Teil herausragt. Heute sind es meist kleine, halboffene oder geschlossene Bodenkanzeln aus Holz, manche sind tragbar. Sie fallen in der Landschaft kaum auf, sind schnell bezogen und eignen sich dort, wo ein Hochsitz nicht hinpasst oder nur kurz angesessen wird, etwa bei Drückjagden.

Der Schuss geht vom Boden aus fast waagerecht. Ein Erdsitz taugt deshalb nur, wo das Gelände einen sicheren Kugelfang bietet, etwa ein Hang oder Damm hinter dem Wild. Zudem trägt der Wind die Witterung des Jägers leichter zum Wild, und der Überblick ist geringer als vom Hochsitz. Wie der Ansitzschirm zählt der Erdsitz zu den Bodensitzen.

Verwandte Begriffe

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion