Fegeschutz
Fegeschutz umfasst alle Maßnahmen, die junge Bäume davor bewahren, dass Rehböcke oder Hirsche an ihnen fegen und dabei die Rinde verletzen.
Am einfachsten ist ein Einzelschutz um das gefährdete Stämmchen: Drahthosen, Kunststoffspiralen oder Blechstreifen halten das Gehörn auf Abstand. Weil Böcke bevorzugt seltene, einzeln stehende Pflanzen fegen, werden vor allem eingebrachte Laubbäume sowie Lärche und Douglasie geschützt.
Jagdlich helfen eine Schwerpunktbejagung der Böcke auf den gefährdeten Flächen, besonders zu Beginn der Bockjagd, und eine dem Lebensraum angepasste Rehwilddichte. Lecksalz oder Ablenkfütterungen fernab der Kultur verhindern Fegeschäden dagegen nicht.
Verwandte Begriffe
FegeschadenEin Fegeschaden ist die Verletzung junger Bäume, an denen Rehböcke oder Hirsche ihr Gehörn oder Geweih reiben und dabei die Rinde abschürfen.DrahthoseEine Drahthose ist ein Einzelschutz aus Drahtgeflecht, der eine junge Forstpflanze wie ein Hosenbein umschließt und sie vor Fegen und Verbiss bewahrt.EinzelschutzAls Einzelschutz bezeichnet man Maßnahmen, die einzelne Forstpflanzen statt einer ganzen Fläche vor Verbiss, Fegen oder Schälen schützen.FegenFegen nennt der Jäger das Abstreifen des abgestorbenen Bastes vom fertigen Geweih oder Gehörn an jungen Bäumen und Sträuchern.SchwerpunktbejagungSchwerpunktbejagung heißt, Schalenwild gezielt auf Flächen verstärkt zu bejagen, die durch Verbiss, Schäle, Fegen oder Fraß besonders gefährdet sind.