Fegen
Fegen nennt der Jäger das Abstreifen des abgestorbenen Bastes vom fertigen Geweih oder Gehörn an jungen Bäumen und Sträuchern.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungDer Rehbock fegt im Frühjahr, ältere Böcke meist im März und April, Jährlinge oft erst im Mai. Reife Rothirsche fegen im Juli, Dam- und Sikahirsche im August und September. Ist der Bast ganz ab, hat das Stück verfegt.
Der Rehbock fegt auch danach weiter: Er markiert so sein Territorium und reibt dabei Duftstoffe von der Stirn an die Zweige. An Fegestellen ist die Rinde junger Bäume streifig abgeschürft, oft hängen Bastfetzen daran. Besonders häufig trifft es die Lärche.
Verwandte Begriffe
BastBast heißt die behaarte, stark durchblutete Haut, die das wachsende Geweih der Hirsche und das Gehörn des Rehbocks überzieht und ernährt.FegeschadenEin Fegeschaden ist die Verletzung junger Bäume, an denen Rehböcke oder Hirsche ihr Gehörn oder Geweih reiben und dabei die Rinde abschürfen.SchlagenVom Schlagen spricht man, wenn ein Hirsch oder Rehbock mit dem verfegten Geweih oder Gehörn heftig gegen junge Bäume und Sträucher schlägt.PlätzenPlätzen nennt der Jäger das Freischarren des Bodens mit den Vorderläufen, mit dem vor allem der Rehbock sein Territorium markiert.TerritoriumEin Territorium ist ein Gebiet, das ein Tier oder eine Gruppe gegen Artgenossen verteidigt und mit Duftmarken oder anderen Zeichen abgrenzt.Europäische LärcheDie Europäische Lärche ist der einzige heimische Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln abwirft, nachdem sie sich goldgelb gefärbt haben.