Territorium
Ein Territorium ist ein Gebiet, das ein Tier oder eine Gruppe gegen Artgenossen verteidigt und mit Duftmarken oder anderen Zeichen abgrenzt.
Vom Streifgebiet, das ein Tier lediglich nutzt, unterscheidet es sich durch die aktive Verteidigung. Klassisches Beispiel ist der Rehbock, der im Frühjahr und Sommer ein Territorium besetzt. Er markiert es durch Plätzen und durch Fegen, bei dem er Duftstoff seiner Stirndrüse an Zweigen abstreift. Ricken leben dagegen in Streifgebieten, die sie nicht verteidigen.
Der Fuchsrüde markiert sein Territorium mit Urin und Losung an auffälligen Stellen, ein Wolfsrudel verteidigt ein großes gemeinsames Gebiet. Rotwild bildet keine Territorien, sondern lebt in Rudeln, die weit umherziehen.
Verwandte Begriffe
AktionsraumAls Aktionsraum bezeichnet man das gesamte Gebiet, das ein Tier in einem bestimmten Zeitraum regelmäßig nutzt, etwa zum Ruhen, zur Nahrungssuche und zur Partnersuche.PlätzenPlätzen nennt der Jäger das Freischarren des Bodens mit den Vorderläufen, mit dem vor allem der Rehbock sein Territorium markiert.FegenFegen nennt der Jäger das Abstreifen des abgestorbenen Bastes vom fertigen Geweih oder Gehörn an jungen Bäumen und Sträuchern.DuftdrüseEine Duftdrüse ist eine Hautdrüse, deren Duftstoffe dem Wild zur Reviermarkierung und zur Verständigung mit Artgenossen dienen, etwa bei der Partnersuche.RangordnungRangordnung nennt man die soziale Stufenfolge in einer Tiergruppe, die festlegt, welches Tier bei Äsung, Ruheplatz oder Paarung den Vortritt hat.