Bellen
Bellen nennt man in der Jägersprache auch den kurzen, heiseren Laut des Fuchses, der vor allem in der Ranz im Winter zu hören ist.
Füchse bellen dann oft nachts, einzeln oder in kurzen Reihen. Ihr Revier markieren sie aber nicht durch Bellen, sondern mit Urin und Losung. Auch der Goldschakal bellt und heult.
Beim Jagdhund spricht man vom Lautgeben. Verbellt er gestelltes, lebendes Wild, gibt er Standlaut; bleibt er an einem verendeten Stück und bellt anhaltend, heißt das Totverbellen. Der Warnlaut des Rehs heißt dagegen Schrecken, nicht Bellen.
Verwandte Begriffe
FuchsDer Fuchs, genauer Rotfuchs, ist das häufigste heimische Raubwild, ein anpassungsfähiger Hundeartiger, der sich vor allem von Mäusen ernährt.RanzzeitRanzzeit, kurz Ranz, heißt in der Jägersprache die Paarungszeit des Raubwildes, etwa von Fuchs, Marder, Dachs, Luchs und Wolf.StandlautStandlaut nennt man das anhaltende Verbellen von lebendem Wild, das ein Jagdhund gestellt hat, das also vor ihm steht und nicht weiter flüchtet.TotverbellenTotverbellen heißt, dass ein Jagdhund ein verendetes Stück Wild, das er in freier Suche gefunden hat, anhaltend verbellt, bis sein Führer zu ihm kommt.SchreckenSchrecken nennt der Jäger den rauen, bellenden Warnlaut, den vor allem Rehwild, aber auch Rotwild bei Störung oder Gefahr ausstößt.