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Lexikon
Wildbiologie · Jägersprache·Hohe Prüfungsrelevanz

Blattzeit

Die Brunftzeit des Rehwildes, in der Böcke durch das Blatten (Imitieren des Kitzklageschreis) angelockt werden können.

Die Blattzeit des Rehwildes findet in Deutschland meist Ende Juli bis Mitte August statt. In dieser Phase sind Rehböcke durch Nachahmung von Kitzlauten oder Rickenlauten (Blatten) anlockbar. Sie zählt zu den faszinierendsten und prüfungsrelevantesten Aspekten der Rehjagd.

Definition

Die Blattzeit ist die Brunftzeit des Rehwildes. Sie findet in Mitteleuropa typischerweise von Ende Juli bis Mitte August statt. Der Begriff leitet sich vom 'Blatten' ab, einer Jagdmethode, bei der der Jäger Kitzklageschreie oder Rickenlaute imitiert, um Böcke anzulocken.

Biologischer Hintergrund

Das Rehwild ist das einzige Schalenwild in Deutschland mit Keimruhe: Die befruchtete Eizelle entwickelt sich nach der Blattzeit-Brunft zunächst nicht weiter (Diapause). Die eigentliche Trächtigkeit beginnt erst im Dezember, Kitze werden im Mai/Juni geboren. Die Tragezeit beträgt nominell ca. 294 Tage.

Jagd während der Blattzeit

Beim Blatten imitiert der Jäger mit einem Blattinstrument (Rehblatt, Faulbaumblatt oder Kunststoffblatt) den Klageruf des Kitzes oder den Lockruf der Ricke. Brunftbereite Böcke reagieren darauf und nähern sich. Die Pirsch während der Blattzeit ist besonders effektiv, da die Böcke ihre natürliche Scheu weitgehend ablegen.

Prüfungsrelevanz

Prüfungsthemen: Wann findet die Blattzeit statt? Was ist Keimruhe beim Rehwild? Was bedeutet 'Blatten'? Die Blattzeit ist eine der am häufigsten abgefragten biologischen Besonderheiten des Rehwildes.

Relevante Wildarten

Rehwild