Röhren
Röhren heißt der tiefe, weit hörbare Brunftruf des Rothirsches, mit dem er Rivalen herausfordert und sein Brunftrudel behauptet.
Zu hören ist er vor allem im September und Oktober, besonders in der Dämmerung und nachts. Mit einem Hirschruf, etwa einer Tritonmuschel, ahmen Jäger das Röhren nach, um einen Hirsch heranzulocken.
Andere Hirscharten klingen anders: Der Damhirsch rülpst, der Sikahirsch pfeift hoch und schrill. Rehwild röhrt nicht. Nicht zu verwechseln ist das Röhren mit den Röhren, den Gängen eines Fuchs- oder Dachsbaues.
Verwandte Begriffe
BrunftBrunft heißt in der Jägersprache die Paarungszeit des Schalenwildes, vor allem bei Rot-, Dam- und Sikawild, aber auch bei Gams- und Muffelwild.PlatzhirschPlatzhirsch heißt in der Brunft der ranghöchste Hirsch am Brunftplatz, der das Kahlwild um sich sammelt und Rivalen fernhält.BrunftplatzEin Brunftplatz ist der Ort, an dem sich Hirsche und Kahlwild zur Brunft einfinden, beim Rotwild oft eine Wiese, Lichtung oder Moorfläche im Wald.RotwildRotwild ist die jagdliche Bezeichnung für den Rothirsch, die größte Hirschart mit festen freilebenden Beständen in Deutschland.PfeifenPfeifen nennt die Jägersprache den scharfen Warnlaut von Gamswild und Murmeltier.RöhreRöhre heißt in der Jägersprache ein unterirdischer Gang im Bau von Fuchs, Dachs oder Wildkaninchen.