Hege

Wildkamera

auch: Fotofalle

Eine Wildkamera, auch Fotofalle genannt, ist eine selbsttätig auslösende Kamera, mit der Jäger und Monitoring-Stellen Wildvorkommen, Aktivitätszeiten und Bestandsstruktur erfassen.

Was ist eine Wildkamera?

Die Wildkamera zählt zu den indirekten Methoden, mit denen sich Wildbestände einschätzen lassen, ohne jedes Tier selbst zu beobachten. Sie steht damit in einer Reihe mit Losungsanalyse, Fährtenzählung im Schnee und Verbissgutachten. Das Fotofallenmonitoring liefert Hinweise auf Altersklassen, das Verhältnis der Geschlechter und die Tageszeiten, zu denen Wild aktiv ist. Solche Daten fließen in die Wildbestandserhebung ein, die zusammen mit Verbissgutachten und Streckenzahlen der Vorjahre als Grundlage für die Abschussplanung dient.

Einsatz im Revier und im Artenmonitoring

Im Jahreslauf der Hege ist der Sommer die Zeit des Beobachtens und Zählens, in der Wildkameras neben dem Ansitz genutzt werden, während Eingriffe in Brut- und Setzzeit möglichst unterbleiben. Besonders wertvoll sind Aufnahmen bei heimlichen oder seltenen Arten. Den sehr heimlichen Marderhund bekommt man selten zu Gesicht; sein Vorkommen belegen meist Spuren, Fallwild oder eben Kamerabilder. Beim Goldschakal, beim Luchs und beim Fischotter gehören Fotofallen ebenfalls zu den üblichen Nachweiswegen, häufig kombiniert mit genetischen Proben oder Spuren. Beim Wolf liegen Monitoring und Management bei den Bundesländern; Fotofallen sind dort eine von mehreren Nachweisquellen.

Einordnung in der Jägerprüfung

Eigene Prüfungsfragen zur Wildkamera enthält der Bestand nicht. Thematisch gehört sie in das Sachgebiet Wildhege und Wildtiermanagement, wo Methoden der Bestandserfassung und die Grundlagen des Abschussplans behandelt werden. In der Wildkunde taucht sie als Nachweismethode für Arten wie Luchs, Wolf, Goldschakal oder Marderhund auf.

Häufige Fragen zu „Wildkamera“

Wofür nutzt man eine Wildkamera im Revier?

Zur Erfassung von Wildvorkommen, Aktivitätszeiten sowie Alters- und Geschlechterstruktur. Die Ergebnisse ergänzen andere Methoden der Bestandsschätzung.

Welche anderen indirekten Methoden gibt es neben der Wildkamera?

Genannt werden die Losungsanalyse, die Fährtenzählung im Schnee und das Verbissgutachten, das den Verbissdruck auf die Waldverjüngung bewertet. Erst zusammen ergeben sie ein belastbares Bild.

Warum sind Fotofallen beim Monitoring seltener Arten wichtig?

Heimliche Arten wie Luchs oder Goldschakal werden selten direkt gesehen. Fotos liefern zusammen mit Spuren und DNA überprüfbare Nachweise.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

Wildkamera: Bedeutung & Erklärung für die Jägerprüfung | Jagdprüfung.de