Tollkirsche
Die Tollkirsche ist eine bis zwei Meter hohe, sehr giftige Staude lichter Wälder mit glänzend schwarzen, kirschgroßen Beeren.
Sie wächst an sonnigen Waldrändern, auf Lichtungen und Kahlschlägen, gern auf nährstoffreichen Lehm- und Kalkböden. Die eiförmigen, ganzrandigen Blätter stehen im oberen Teil paarweise, ein großes neben einem kleinen. Von Juni bis August hängen einzeln braunviolette, glockige Blüten in den Blattachseln, ab Juli reifen die Beeren. Jede sitzt auf einem fünfzipfligen grünen Kelch, der wie ein Stern absteht, und enthält violetten Saft.
Alle Teile enthalten Tropanalkaloide wie Atropin. Bei Kindern können schon drei bis vier Beeren Vergiftungszeichen auslösen: weite Pupillen, trockener Mund, gerötete heiße Haut, Herzrasen und Verwirrtheit. Die fade süßlichen Beeren werden leicht mit Heidelbeeren oder Kirschen verwechselt. Amseln und Drosseln fressen sie dagegen und tragen die Samen weiter. Als Winteräsung kommt die Staude nicht in Frage, denn sie stirbt im Herbst oberirdisch ab.
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