Tollwut
Die Tollwut ist eine durch Viren verursachte, nach Ausbruch fast immer tödliche Gehirnentzündung, die alle Säugetiere und den Menschen befallen kann.
Das Virus wird mit dem Speichel ausgeschieden und meist durch Biss übertragen. Es wandert entlang der Nerven zum Gehirn; bis zum Ausbruch vergehen oft mehrere Wochen. Wichtigster Überträger in Europa ist der Fuchs. Kranke Tiere verlieren die Scheu und sind entweder auffallend angriffslustig oder ungewöhnlich zahm und matt; später folgen Lähmungen, Speichelfluss und Schluckstörungen. Die nervöse Form der Staupe kann ähnlich aussehen.
In Deutschland wurde die Tollwut der Füchse mit ausgelegten Impfködern getilgt; seit 2008 gilt das Land als frei von der Tollwut der Landsäugetiere. Fledermäuse tragen jedoch verwandte Lyssaviren, und eingeschleppte Fälle bleiben möglich. Verdächtige Tiere fasst der Jäger nicht mit bloßen Händen an und meldet sie dem Veterinäramt; schon der Verdacht ist meldepflichtig. Nach einem Biss oder Kratzer durch ein verdächtiges Tier ist sofort ein Arzt aufzusuchen, denn eine rechtzeitige Impfung kann den Ausbruch verhindern. Auch Hunde lassen sich impfen.