Landreitgras
Das Landreitgras ist ein hochwüchsiges, mit Ausläufern wucherndes Süßgras, das auf Kahlflächen und Schlägen dichte Herden bildet und die Waldverjüngung hemmt.
Es wird 80 bis 150, selten bis 200 Zentimeter hoch und treibt lange, unterirdisch kriechende Ausläufer, mit denen es bis zwei Meter tief wurzelt. Die blau- bis graugrünen Blätter werden bis 70 Zentimeter lang, sind oberseits sehr rau und scharfrandig. Von Juni bis August trägt es dichte, büschelig geknäuelte Rispen von 15 bis 30 Zentimetern, die noch lange nach der Blüte stehen bleiben.
Als Pionier besiedelt es Kahlschläge, Sturmflächen, Waldränder und Brachen vom Tiefland bis ins mittlere Bergland. Seine dichten Matten lassen kaum Baumsämlinge aufkommen. Unter starkem Wildeinfluss nimmt es oft zu, weil die konkurrierenden Pflanzen verbissen werden, und es breitet sich weiter aus, auch wenn der Verbiss später nachlässt. In vergrasten Kulturen finden Mäuse reichlich Nahrung; im Herbst und Winter nagen sie dann an der Rinde junger Bäume.
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