Stechapfel
Der Stechapfel ist ein sehr giftiges, einjähriges Nachtschattengewächs nährstoffreicher Äcker und Schuttplätze mit großen weißen Trichterblüten und stacheligen Kapseln.
Die Pflanze wird meist 30 Zentimeter bis gut einen Meter hoch und verzweigt sich gabelig. Ihre lang gestielten, eiförmigen Blätter sind grob buchtig gezähnt und riechen unangenehm. Von Juni bis in den Herbst öffnen sich einzelne aufrechte, weiße, fünfzipflige Trichterblüten. Daraus wird eine walnussgroße, dicht bestachelte grüne Kapsel, die sich mit vier Klappen öffnet und mehrere hundert schwarze, nierenförmige Samen enthält. Er wächst auf Äckern, Brachen, Schutt und an Wegrändern.
Alle Teile, besonders Samen und Wurzeln, enthalten die Tropanalkaloide Hyoscyamin und Scopolamin. Schon kleine Mengen verursachen Unruhe, Halluzinationen, weite Pupillen, Mundtrockenheit, Fieber und Herzrasen, Todesfälle sind beschrieben. Mit der Tollkirsche teilt er die Wirkstoffgruppe. Die Gattung stammt aus Amerika, in Europa gilt der Stechapfel als eingebürgerter Neophyt.
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