Waldrand
Der Waldrand ist die Übergangszone zwischen Wald und offenem Land, die im besten Fall stufig aus Krautsaum, Strauchmantel und den Kronen der Randbäume aufgebaut ist.
Vor dem Wald liegt ein Streifen aus Gräsern und Stauden, der Saum, dahinter ein Mantel aus Sträuchern wie Schlehe, Weißdorn, Hasel und Hundsrose, dann folgen die Bäume. Ein solcher Rand bremst den Wind und schützt den Bestand vor Sturm. Waldränder sind sehr artenreich, weil sich hier Arten aus Wald und Feld treffen und Vögel Samen und Früchte fallen lassen oder mit dem Kot ausscheiden. Vielerorts grenzt der Wald aber nur als steile Wand aus Stämmen an den Acker.
Für das Wild gehört der Waldrand zu den wertvollsten Strukturen im Revier, weil Deckung und Äsung dort direkt beieinanderliegen. Rehe halten sich hier gern auf, Fasanen baumen zur Nacht am Waldrand auf, und viele Wechsel führen hier ins Feld; entsprechend stehen dort viele Ansitzeinrichtungen. Reicht Getreide oder Mais bis direkt an den Wald, nehmen Wildschäden durch Schwarzwild zu; ein breiter Gras- oder Wildackerstreifen dazwischen erleichtert die Bejagung.