Adlerfarn
Der Adlerfarn ist der größte heimische Farn, der auf sauren, nährstoffarmen Böden in Wäldern und auf Kahlflächen dichte, oft mannshohe Bestände bildet.
Seine einzeln stehenden Wedel wachsen aus einem tief und weit im Boden kriechenden Wurzelstock und werden meist einen halben bis zwei Meter hoch, angelehnt an anderen Bewuchs bis zu vier Meter. Die drei- bis vierfach gefiederte Blattspreite steht auf einem langen, gelblichen Stiel und ist fast waagerecht abgewinkelt; anders als bei Wurm- oder Frauenfarn wachsen die Wedel nicht in einem Trichter. Im Herbst werden die Wedel braun und sterben ab. Nach Kahlschlag, Sturmwurf oder Waldbrand bildet er auf ärmeren Böden Massenbestände.
Die ganze Pflanze ist giftig, auch getrocknet im Heu. Ein Enzym zerstört Vitamin B1, das Ptaquilosid wirkt krebserregend; am stärksten belastet sind der Wurzelstock und die jungen, eingerollten Wedel. Als Winteräsung taugt er nicht. Unter starkem Wildeinfluss nimmt er oft zu, weil die Konkurrenz verbissen wird, und seine dichten Teppiche können das Aufkommen junger Bäume über Jahre bremsen.
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