Lexikon

Naturverjüngung

Wald und Feld · auch natürliche Verjüngung

Naturverjüngung nennt man junge Waldbäume, die aus den Samen der vorhandenen Altbäume von selbst aufwachsen, im Gegensatz zur Pflanzung oder Saat.

Fallen schwere Samen wie Eicheln oder Bucheckern unter den Mutterbaum, spricht der Förster von Aufschlag; leichte, vom Wind herangetragene Samen etwa von Birke, Kiefer oder Fichte ergeben Anflug. Auch Eichelhäher und Tannenhäher tragen dazu bei, weil sie Samen verstecken und nicht alle wiederfinden. Die Gegenform ist die Kunstverjüngung durch Saat oder Pflanzung.

Naturverjüngung spart Pflanzkosten, die jungen Bäume entwickeln ungestört ihre Wurzeln, und die Herkunft passt zum Standort. Weil meist sehr viele Pflanzen auflaufen, verteilt sich der Verbiss; Jungpflanzen aus der Baumschule werden dagegen stärker verbissen. Bei überhöhten Schalenwildbeständen verschwinden aber zuerst verbissempfindliche Arten wie Tanne, Eiche oder Ahorn, und der Wald entmischt sich. Ob Naturverjüngung ohne Zaun aufwächst, gilt deshalb als Weiser für eine angepasste Wilddichte. Bei der Buche wird vorrangig mit Naturverjüngung gearbeitet.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion