Wildbiologie · Jägersprache

Lichter

auch: Seher

Lichter ist das Wort der Jägersprache für die Augen des Wildes, etwa bei Reh-, Rot-, Dam- und Schwarzwild; beim Hasen spricht man auch von Sehern.

Was bedeutet „Lichter“?

Wenn Jäger von Lichtern sprechen, meinen sie die Augen des Wildes. Der Begriff gehört zum Grundwortschatz der Wildkunde und steht neben Haupt für Kopf, Lauscher für Ohren, Windfang für Nase und Äser für Maul. Belegt ist er in den Artbeschreibungen von Reh-, Rot-, Dam- und Sikawild sowie beim Schwarzwild. Anders als bei den Ohren, die je nach Art Lauscher, Löffel oder Teller heißen, ist das Wort Lichter für die Augen bei vielen Haarwildarten gebräuchlich. Beim Hasen nennt man die Augen Lichter oder Seher.

Lichter beim Ansprechen und in der Wildkunde

Beim Rehwild sind die Lichter groß und dunkel, ein Merkmal, das neben dem schwarzen Windfang und den großen, ovalen Lauschern das Haupt prägt. Beim Hasen sitzen die Lichter seitlich hoch am Kopf; dadurch überblickt er rundum ein Gesichtsfeld von 360 Grad. Diese Anordnung hilft dem Fluchttier, Feinde früh zu bemerken. Zu den typischen Anfängerfehlern in der Rehwildkunde zählt, Lichter und Äser zu vertauschen, also Augen und Maul durcheinanderzubringen. Wie bei der Spiegelregel gilt auch hier: Ein einzelnes Merkmal ersetzt nie das sichere Ansprechen des ganzen Stückes.

„Lichter“ in der Jägerprüfung

Die Prüfung verlangt, äußere Körperteile von Rot-, Reh- und Schwarzwild in der Weidmannssprache aufzuzählen; die Lichter gehören in jede dieser Listen. In Zuordnungsaufgaben ist anzugeben, bei welchen Arten die Augen Lichter heißen, richtig sind hier unter anderem Schwarzwild, Rehwild und Rotwild. Auch die Stellung der Augen beim Hasen und ihr Vorteil werden abgefragt. Häufige Fehler sind die Verwechslung mit Äser und die Annahme, Lichter sei nur beim Rehwild üblich.

Häufige Fragen zu „Lichter“

Heißen die Augen bei allen Wildarten Lichter?

Bei Rot-, Reh-, Dam-, Sika- und Schwarzwild ist Lichter das übliche Wort. Beim Hasen sind Lichter und Seher gebräuchlich, und auch beim Baummarder ist von Sehern die Rede.

Warum sieht der Hase fast rundum?

Seine Lichter liegen seitlich im oberen Kopfbereich. Dadurch ergibt sich ein Sehfeld von 360 Grad, das Gefahren früh erkennen lässt.

„Lichter“ kommt in 5 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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