Lexikon

Fischadler

Wildbiologie

Der Fischadler ist ein großer, oben dunkelbrauner und unten weißer Greifvogel, der sich fast nur von Fischen ernährt und sie stoßtauchend fängt.

Fischadler im Flug von unten mit gewinkelten Flügeln, dunklen Bugflecken, weißer Unterseite mit Brustband und dunklem AugenstreifMit künstlicher Intelligenz erzeugte Abbildung
Fischadler im Flug · KI-generierte Illustration

Typisch sind der weiße Kopf mit dunklem Augenstreif bis in den Nacken, ein dunkles Brustband und im Flug lange, schmale, im Bug gewinkelte Flügel mit dunklen Flecken am Flügelbug. Über dem Wasser rüttelt er oft, bevor er sich mit vorgestreckten Fängen hineinstürzt. Eine Wendezehe und raue, bedornte Fußsohlen helfen ihm, die glatten Fische zu halten.

Trotz seines Namens ist er kein echter Adler, sondern bildet eine eigene Familie. Er horstet auf hohen Kiefern, auf Strommasten und künstlichen Nisthilfen, in Deutschland vor allem in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Als Langstreckenzieher überwintert er in Afrika und ist etwa von Ende März bis September bei uns; in anderen Gegenden sieht man ihn auf dem Durchzug.

Anders als See- und Steinadler gehört er nicht zum Hochwild. Ob er als Wild gilt, ist nicht einheitlich geregelt: Das Bundesjagdgesetz nennt bei den Greifen nur die Habichtartigen, die Bundeswildschutzverordnung führt ihn dagegen bei den Greifen, und einige Länder zählen ihn nicht zum Wild. Streng geschützt ist er in jedem Fall.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion