Wildbiologie · Jägersprache

Gewaff

auch: Hauer

Gewaff heißen in der Jägersprache die vergrößerten Eckzähne des Keilers. Es setzt sich aus den unteren Eckzähnen, den Gewehren oder Hauern, und den oberen, den Haderern, zusammen.

Was bedeutet „Gewaff“?

Das Wort Gewaff meint wörtlich die Waffen des Keilers, im Alltag spricht man von den Hauern des Wildschweins. Anders als Geweih, Gehörn oder Horn ist das Gewaff kein Kopfschmuck, sondern Teil des Gebisses: Es besteht aus stark vergrößerten Eckzähnen und wird nicht abgeworfen. Das Schwarzwild gehört zur Familie der Echten Schweine (Suidae). Es zählt jagdrechtlich zum Schalenwild, ist aber kein Wiederkäuer und besitzt im Oberkiefer Schneidezähne statt einer Kauplatte. Das Dauergebiss umfasst 44 Zähne. Das Gewaff dient dem Keiler als Waffe, zum Imponieren bei Rangkämpfen und wird vom Jäger als Trophäe bewertet.

Gewehre, Haderer und Haken

Die unteren Eckzähne heißen Gewehre oder Hauer, die oberen Haderer. Weil beide ständig aneinander reiben, schärfen sie sich gegenseitig. Von den Gewehren ragt nur ein kleiner Teil aus dem Kiefer heraus: Etwa zwei Drittel ihrer Gesamtlänge stecken unsichtbar im Unterkiefer. Die Bache trägt nur kleine Eckzähne, die als Haken bezeichnet werden. Das Gewaff ist deshalb auch ein Merkmal, um das Geschlecht eines Stückes anzusprechen.

Gewaff als Trophäe

Jede Wildart liefert ihre eigenen Trophäen. Beim Schwarzwild ist es das Gewaff, beim Auerwild der Fächer, beim Birkwild die Sichel und bei der Waldschnepfe die Malerfeder. Der Rehbock dagegen hat weder Gewaff noch Grandeln; seine Trophäe ist das Gehörn. Wer die Trophäen den richtigen Arten zuordnen kann, beherrscht einen häufig abgefragten Teil der Jägersprache.

„Gewaff“ in der Jägerprüfung

Geprüft werden die Bezeichnungen der einzelnen Zähne, der verborgene Anteil der Gewehre im Unterkiefer und die Zuordnung von Trophäen zu Wildarten. Die Kopfschmuck-Systematik mit Geweih, Gehörn, Horn und Gewaff gehört insgesamt zu den häufigsten Prüfungsbereichen. Klassische Fehler sind die Verwechslung von Haderern und Gewehren, das Übersehen der Haken bei der Bache und die Annahme, Schwarzwild habe wie Wiederkäuer eine Kauplatte.

Häufige Fragen zu „Gewaff“

Wie heißen die Zähne des Keilers?

Im Unterkiefer sitzen die Gewehre, auch Hauer genannt, im Oberkiefer die Haderer. Gemeinsam ergeben sie das Gewaff.

Wie viel der Gewehre steckt im Kiefer?

Ungefähr zwei Drittel der Gesamtlänge liegen verborgen im Unterkiefer. Sichtbar ist nur der kleinere Teil.

Hat auch die Bache ein Gewaff?

Nein. Ihre Eckzähne sind deutlich kleiner und werden Haken genannt.

„Gewaff“ kommt in 4 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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