Hege

Gewässerrandstreifen

auch: Uferstreifen

Ein Gewässerrandstreifen ist ein bewachsener Streifen entlang von Bächen, Flüssen oder Seen zwischen dem Wasser und der bewirtschafteten Fläche. Chemische Pflanzenschutzmittel dürfen dort nicht ausgebracht werden.

Was ist ein „Gewässerrandstreifen“?

Als Gewässerrandstreifen bezeichnet man den bewachsenen Saum entlang des Ufers eines Baches, Flusses oder Sees. Für den Jäger ist er vor allem als Standort für Hegemaßnahmen und als Lebensraum von Uferbewohnern von Interesse. In der Biotophege gehört er zu den Flächen, auf denen der Jäger den Lebensraum gezielt verbessern kann, ohne eine einzelne Wildart direkt zu fördern. Im Naturschutzrecht können Uferstreifen – wie Hecken, Feldgehölze und Alleen – als geschützter Landschaftsbestandteil nach § 29 BNatSchG ausgewiesen sein.

Gewässerrandstreifen in der Biotophege

Gewässerrandstreifen gehören neben Acker-, Weg- und Feldrändern zu den empfohlenen Standorten für Blühstreifen. Für Insekten und Bestäuber genügen schon schmale Streifen; sollen auch Feldvögel und Feldhasen profitieren, empfiehlt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen eine Breite von mindestens 10 m. Eingesät werden heimische ein- und mehrjährige Wildkräuter und -blumen. Die Wirkung zeigt sich schnell: Bestäuber besiedeln die Fläche noch in derselben Saison, und Rebhuhnküken finden die tierische Nahrung, die sie brauchen. Vor dem Winter wird der Streifen nicht umgebrochen, damit Samen und Überwinterungsplätze erhalten bleiben. Umsetzen lässt sich das oft in Zusammenarbeit mit dem Landwirt über Agrarumweltmaßnahmen.

Bedeutung für Eisvogel und Uferleben

Der Eisvogel braucht sauberes Wasser mit vielen kleinen Fischen, die er von einer Sitzwarte aus stoßtauchend fängt. Seine Bruthöhle gräbt er als Röhre selbst in ein Steilufer. Er reagiert empfindlich auf Uferverbau und verschmutztes Wasser. Zu seinem Schutz sollen Gewässerrandstreifen, Ansitzwarten sowie Steilufer und Abbruchkanten erhalten werden. Als Art des Anhangs I der EU-Vogelschutzrichtlinie gilt er als Anzeiger für strukturreiche Gewässer.

„Gewässerrandstreifen“ in der Jägerprüfung

Im Fragenbestand erscheint der Begriff im Natur- und Pflanzenschutz: Auf dem Gewässerrandstreifen ist, ebenso wie am Feldrain, der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel verboten. Darüber hinaus gehört er zum Themenfeld Biotophege und Naturschutz, etwa bei der Frage nach geeigneten Standorten für Blühstreifen oder nach Schutzmaßnahmen für den Eisvogel.

Häufige Fragen zu „Gewässerrandstreifen“

Darf man am Gewässerrandstreifen Pflanzenschutzmittel spritzen?

Nein. Chemische Pflanzenschutzmittel dürfen dort, wie auch am Feldrain, nicht ausgebracht werden.

Wie breit sollte ein Blühstreifen am Gewässer sein?

Das hängt vom Ziel ab: Für Insekten und Bestäuber genügen schon schmale Streifen; sollen auch Feldvögel und Feldhasen profitieren, empfiehlt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mindestens 10 m.

„Gewässerrandstreifen“ kommt in 1 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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