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Lexikon
Wildbiologie · Jägersprache·Hohe Prüfungsrelevanz

Geweih

Knöcherner Kopfschmuck männlicher Hirsche (Rot-, Dam-, Sikawild), der jährlich abgeworfen und neu gebildet wird.

Das Geweih ist der aus Knochensubstanz bestehende Kopfschmuck männlicher Hirsche bei Rot-, Dam- und Sikawild. Es wird jährlich abgeworfen und in wenigen Monaten unter einer Nährhaut (Bast) neu gebildet. Das Geweih dient als Waffe bei Brunftkämpfen und als Trophäe.

Definition

Das Geweih ist der knöcherne Kopfschmuck der männlichen Cerviden (Hirsche). Es wird jährlich abgeworfen (Rotwild: Februar–April) und binnen 3–5 Monaten unter dem Bast (Nährhaut) neu gebildet. Nach dem Verfegen (Abstreifen des Bastes) ist das Geweih ein toter Knochen.

Aufbau und Enden

Die Enden des Rotwildgeweihs von unten nach oben: Augsprosse, Eissprosse, Mittelsprosse, Krone. Ein starker Rothirsch kann 12 und mehr Enden tragen (Zwölfender). Die Geweihstärke wird u. a. durch Ernährung, Genetik und Alter beeinflusst.

Abgrenzung

Geweih: Rot-, Dam-, Sikawild (jährlicher Abwurf, Knochensubstanz). Gehörn: nur Rehbock (kleiner, jährlicher Abwurf). Hörner: Gams, Muffel, Steinbock (kein Abwurf, Hornsubstanz auf Knochenzapfen, lebenslängliches Wachstum).

Relevante Wildarten

Rotwild·Damwild