Wildbiologie

Geweih

auch: Geweihstangen

Ein Geweih ist der knöcherne Kopfschmuck der männlichen Hirsche wie Rot-, Dam-, Sika- und Elchhirsch. Es sitzt auf den Rosenstöcken, wird jedes Jahr abgeworfen und unter dem Bast neu gebildet.

Was ist ein „Geweih“?

Geweih nennt man den Kopfschmuck der Hirsche (Cervidae). Es besteht aus Knochensubstanz, wächst auf den Rosenstöcken und wird jährlich abgeworfen und neu aufgebaut. Beim Rehbock heißt dasselbe Gebilde jagdsprachlich Gehörn. Hornträger wie Muffel-, Gams- und Steinwild oder der Wisent tragen dagegen Hörner: Hornscheiden auf einem knöchernen Zapfen, die nie abgeworfen werden. Schwarzwild hat weder Geweih noch Horn, sondern das Gewaff aus Eckzähnen. Auch beim Federwild ist das Wort fehl am Platz: Der Birkhahn trägt einen leierförmigen Stoß, kein Geweih.

Jahreszyklus beim Rot- und Damhirsch

Rothirsche werfen ihr Geweih in der Regel zwischen Februar und April ab, mittelalte Hirsche meist im Februar oder März. Ab März beginnt der mittelalte Hirsch, das neue Geweih zu schieben. Während des Wachstums ist es von Bast umhüllt, einer Haut, die das wachsende Geweih mit Nährstoffen versorgt. Der Damhirsch wirft später ab, im April. Nur die Hirsche tragen ein Geweih; beim erwachsenen Damhirsch ist es zu einer Schaufel verbreitert, was ihn leicht von Rot- und Sikahirsch unterscheidet. Ein Damhirsch vom 2. Kopf trägt in der Regel Stangen mit Aug- und Mittelsprosse und einem nur angedeuteten Schaufelansatz.

Geweihformen und Hege

Nach der Zahl der Enden unterscheidet man beim Rothirsch etwa Spießer, Gabler, Achter, Zehner und Kronenhirsch. Ein Kronenhirsch trägt am oberen Ende der Stangen eine Krone aus mehreren Enden. Ein Gabler oder ein Kronenzehner trägt sicher keine Eissprosse. Bei der Wahl des Abschusses spielt das Geweih eine Rolle: Körperlich starke mittelalte Rothirsche mit beidseitiger Krone sollen nicht erlegt werden. Beim Damwild gelten Geweihe ohne Schaufelbildung oder mit O- oder V-förmigen Schlitzen als unerwünscht.

„Geweih“ in der Jägerprüfung

Die Unterscheidung von Geweih, Gehörn, Horn und Gewaff zählt zu den am häufigsten abgefragten Themen der Wildkunde. Hinzu kommen Abwurf- und Schiebezeiten bei Rot- und Damhirsch, die Aufgabe des Bastes, typische Geweihformen einzelner Altersstufen und Hegekriterien für den Abschuss. Häufige Fehler: beim Reh von Geweih sprechen, Geweih und Horn für dasselbe halten, den Wisent zu den Hirschen stellen oder dem Birkhahn ein Geweih zuschreiben.

Häufige Fragen zu „Geweih“

Wann werfen Rothirsche ihr Geweih ab?

In der Regel zwischen Februar und April, mittelalte Hirsche meist im Februar oder März. Der Damhirsch folgt später, im April.

Wozu dient der Bast?

Der Bast umhüllt das wachsende Geweih und versorgt es mit Nährstoffen. Ist das Geweih fertig, wird er abgefegt.

Welche Wildarten tragen ein Geweih?

Die Hirsche von Rot-, Dam-, Sika- und Elchwild. Beim Rehbock heißt der Kopfschmuck Gehörn, bei Gams- und Muffelwild handelt es sich um Hörner.

„Geweih“ kommt in 55 Prüfungsfragen vor

So oft taucht der Begriff in unserem Fragenbestand aus Wildbiologie und den übrigen Sachgebieten auf. Übe die Fragen dazu im Trainer, bis du sie sicher beantwortest.

Kostenlos Prüfungsfragen üben

Verwandte Begriffe

Weitere Begriffe aus Wildbiologie

GoldschakalGewaffGrandelnGesperreGreifvögelGesäugeGründelenteHaarwildAlle Begriffe aus Wildbiologie

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

Geweih: Bedeutung & Erklärung für die Jägerprüfung | Jagdprüfung.de