Trophäe
Eine Trophäe ist ein haltbarer Teil eines erlegten Stückes, den der Jäger als Erinnerung aufbewahrt, etwa Geweih, Gehörn, Keilerwaffen oder Grandeln.
Dazu zählen das Geweih der Hirsche, das Gehörn des Rehbocks, die Krucken der Gams und die Schnecken des Muffelwidders, beim Keiler die Waffen, also Haderer und Gewehre, bei der Bache die Haken und beim Rotwild die Grandeln. Auch Bärte wie der Gamsbart, Federn wie die Malerfedern und der Schnepfenbart der Waldschnepfe sowie Decken und Bälge gelten als Trophäen, Gewölle oder Geschmeiß dagegen nicht.
Geweih und Gehörn werden jährlich abgeworfen und neu gebildet, Hörner wie Krucken und Schnecken wachsen dagegen ein Leben lang weiter; an den Jahresringen der Schnecken lässt sich das Alter eines Widders gut ablesen. Hergerichtet werden Trophäen durch Abkochen, Säubern und Bleichen, ein Rehgehörn wird oft auf einem kleinen Brett befestigt. Vielerorts werden sie auf Hegeschauen gezeigt.