Schwarzerle
Die Schwarzerle ist ein heimischer Laubbaum nasser Standorte mit rundlichen, vorn abgestutzten Blättern und kleinen, holzigen Zapfen als Fruchtständen.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungIhre Blätter sind doppelt gesägt und vorn stumpf oder leicht eingebuchtet, jung fühlen sie sich klebrig an. Die Knospen sitzen auf kurzen Stielen und schimmern violett. Die weiblichen Fruchtstände verholzen zu schwarzen Zäpfchen, die lange am Baum bleiben, die männlichen Kätzchen hängen schon im Winter. Die Borke ist dunkel, frisch geschnittenes Holz färbt sich an der Luft orangerot, daher der Name Roterle.
Die Schwarzerle verträgt Staunässe und Überflutung wie kaum ein anderer Baum und prägt Bachufer, Auen und Erlenbrüche. In Knöllchen an ihren Wurzeln leben Bakterien, die Luftstickstoff binden. Sie treibt nach dem Fällen gut aus dem Stock aus und wirft ihr Laub grün ab.
Erlenbrüche sind ein Lebensraum der Waldschnepfe, Knospen und Kätzchen äst das Haselwild. Mast liefert die Erle nicht. Im Brauchtum zählt sie zu den bruchgerechten Holzarten.