Jagdpraxis · Jägersprache

Ansitzjagd

auch: Ansitz, Anstand

Die Ansitzjagd, kurz Ansitz oder Anstand, ist eine Einzeljagd, bei der der Jäger an einem festen Platz wie Kanzel, Leiter oder Schirm auf Wild wartet, statt es aufzusuchen oder treiben zu lassen.

Was ist die Ansitzjagd?

Beim Ansitz bleibt der Jäger an einer Stelle und lässt das Wild zu sich kommen. Er sitzt dazu auf einer Kanzel oder Leiter, hinter einem Schirm oder auf einem Sitzstock, oft in der Nähe von Wechseln. Zusammen mit Pirsch, Lockjagd und Fallenjagd zählt der Ansitz zu den Einzeljagden, im Gegensatz zu Drück- und Treibjagd als Gesellschafts- oder Bewegungsjagden. In vielen Revieren ist er die häufigste und ruhigste Jagdart. Weil das Wild in Ruhe beobachtet werden kann, eignet er sich besonders für sicheres Ansprechen und einen gezielten Büchsenschuss. Der Ausdruck Anstand meint dasselbe.

Worauf es beim Ansitz ankommt

Über den Erfolg entscheiden Wind, Licht, Kugelfang, die Lage der Wechsel und das Verhalten des Wildes. Beim Schwarzwild ist der Wind besonders wichtig, weil der Geruchssinn sein stärkster Sinn ist. Vor dem Schuss müssen Wildart, das einzelne Stück, Hintergrund und Kugelfang eindeutig feststehen. Danach beobachtet der Jäger das Zeichnen, merkt sich den Anschuss und sichert die Waffe. Die Pirsch verlangt dagegen mehr Bewegung und liefert kürzere Schussgelegenheiten. Wer beim Ansitz nur das schussgerecht stehende Alttier sieht, das Kalb aber nicht, darf nicht darauf bauen, dass ein Schmaltier das Kalb weiterführt.

Ansitz auf verschiedene Wildarten

Für Reh-, Rot-, Dam- und Schwarzwild ist der Ansitz eine der wichtigsten Jagdarten. Beim Fuchs sitzt man an Wechseln, an Feldkanten oder am Luderplatz an; bleibt eine Baujagd erfolglos, kann ein sofort anschließender Ansitz am Bau doch noch zum Erfolg führen. Auf den Steinmarder wird bei Mondschein an Kirrplätzen angesessen. Das Passen bezeichnet den Ansitz am Pass von Hasen oder Raubwild. Schwarzwild darf vom Ansitz aus auch nachts bejagt werden, ohne dass es dafür einer besonderen Genehmigung bedarf.

„Ansitzjagd“ in der Jägerprüfung

Gefragt wird, welche Jagdarten Einzeljagden sind, was Passen bedeutet und wann ein brauchbarer Jagdhund mitzuführen ist. Beim Ansitz auf Hasen ist ein Hund nicht vorgeschrieben; will man auf dem Heimweg an einem Feldgehölz auf einen hochgehenden Fasan schießen, muss dagegen ein brauchbarer Hund dabei sein. Viele Fragen nutzen den Ansitz nur als Szene für Beobachtungen, etwa zu Wildkatzenmerkmalen oder zu Rachendasseln beim Reh.

Häufige Fragen zu „Ansitzjagd“

Ist der Ansitz eine Einzeljagd oder eine Gesellschaftsjagd?

Eine Einzeljagd. Dazu zählen auch Pirsch und Fallenjagd, während Drück- und Treibjagd zu den Gesellschaftsjagden gehören.

Was ist der Unterschied zwischen Ansitz und Pirsch?

Beim Ansitz wartet der Jäger an einem festen Platz. Bei der Pirsch geht er langsam und leise gegen oder quer zum Wind durch das Revier, wodurch Schussgelegenheiten kurzfristiger entstehen.

Braucht man beim Ansitz einen Jagdhund?

Beim Ansitz auf Hasen ist ein brauchbarer Hund nicht vorgeschrieben. Wer dagegen auf dem Rückweg einen auffliegenden Fasan erlegen will, muss einen brauchbaren Hund dabeihaben.

„Ansitzjagd“ kommt in 43 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion