Lockbild
Ein Lockbild ist die Attrappe eines Vogels, die der Jäger aufstellt, damit Artgenossen sich sicher fühlen und in Schussweite einfallen.
Am häufigsten werden Lockbilder bei der Jagd auf Ringeltauben, Wildenten, Wildgänse und Rabenkrähen eingesetzt. Die Vögel sehen die vermeintlichen Artgenossen auf einem Feld oder Gewässer sitzen, halten den Platz für sicher und fallen ein. Man spricht deshalb auch von optischer Lockjagd.
Die Attrappen aus Kunststoff, Holz oder Kork werden locker und mit dem Kopf gegen den Wind aufgestellt, weil auch echte Vögel so sitzen und gegen den Wind landen. Der Schütze wartet gut gedeckt, oft in einem Schirm, in Schussweite. Bei der Hüttenjagd auf Rabenvögel lockt dagegen eine Uhuattrappe, auf die die Krähen hassen.
Verwandte Begriffe
LockjagdBei der Lockjagd bringt der Jäger Wild mit nachgeahmten Lauten oder mit Attrappen dazu, von selbst in Schussweite zu kommen.RingeltaubeDie Ringeltaube ist die größte und häufigste heimische Wildtaube, kenntlich am weißen Halsfleck der Altvögel und am weißen Flügelband im Flug.WildentenWildenten heißen die frei lebenden Entenarten, die nach der Art ihrer Nahrungssuche in Gründelenten und Tauchenten eingeteilt werden.WildgänseWildgänse sind die frei lebenden Gänse, große, überwiegend pflanzenfressende Wasservögel, die auf dem Zug in Keilformation fliegen.RabenkräheDie Rabenkrähe ist ein ganz schwarzer, kräftiger Rabenvogel, der in offener Kulturlandschaft mit Bäumen und in Siedlungen lebt.AnsitzschirmEin Ansitzschirm ist ein Sitzplatz am Boden hinter einem Sichtschutz aus Reisig, Schilf, Netz oder Brettern, der den Jäger vor dem Wild verbirgt.