Pirschpfad
Ein Pirschpfad ist ein schmaler, von Ästen und Laub freigehaltener Pfad, auf dem sich der Jäger leise durch das Revier oder zu seinem Ansitz bewegt.
Dürre Äste, Zweige und Laub werden entfernt, der Boden wird bei Bedarf mit dem Rechen freigemacht, überhängende Zweige werden zurückgeschnitten. So knackt und raschelt nichts unter den Füßen. Gepflegt wird der Pfad regelmäßig, vor allem nach dem Laubfall.
Ein guter Pirschpfad führt in Deckung, berücksichtigt die Hauptwindrichtung und meidet die Einstände, damit das Wild auf dem Weg zum Ansitz nicht vergrämt wird. Pirschpfade zählen zu den jagdlichen Einrichtungen eines Reviers.
Verwandte Begriffe
PirschDie Pirsch ist eine Einzeljagd, bei der der Jäger langsam und leise durch das Revier geht, um sich Wild unbemerkt zu nähern.AnsitzjagdBei der Ansitzjagd wartet der Jäger an einem festen Platz, etwa auf einem Hochsitz, bis Wild in Anblick und Schussweite kommt.HochsitzEin Hochsitz ist eine erhöhte Ansitzeinrichtung, von der aus der Jäger Wild beobachtet, in Ruhe anspricht und mit schräg nach unten gerichtetem Schuss erlegt.SchussschneiseEine Schussschneise ist ein schmaler, freigeschnittener Streifen in dichtem Bewuchs, der vom Stand aus Sicht und ein freies Schussfeld schafft.WitterungWitterung heißt in der Jägersprache der Geruch, den Wild und Mensch verbreiten oder in der Fährte hinterlassen, und auch der Geruchssinn, der ihn wahrnimmt.