Abendstrich
Abendstrich nennt man den abendlichen Flug von Wildenten, Wildtauben oder Gänsen zu ihren Schlaf- oder Nahrungsplätzen und die Jagd zu dieser Zeit.
Strich heißt in der Jägersprache der regelmäßige Flug von Federwild zwischen festen Plätzen. Wildenten verlassen in der Dämmerung ihre Ruhegewässer und fallen an kleineren Gewässern oder auf Feldern ein, wo sie Nahrung suchen. Der Jäger erwartet sie gut gedeckt am Ufer; bei Enten spricht man auch vom Entenstrich. Den Flug am Morgen nennt man Morgenstrich.
Weil das Licht rasch schwindet, kommt es auf sicheres Ansprechen an, damit keine geschützten Arten beschossen werden. Ein brauchbarer Hund, der geschossene Enten auch aus dem Wasser bringt, gehört dazu; die Länder schreiben ihn bei der Jagd auf Wasserwild in der Regel vor. Federwild unterliegt dem Nachtjagdverbot (§ 19 BJagdG), mit Beginn der Nachtzeit endet daher auch die Jagd auf dem Abendstrich.