Frettieren
Frettieren heißt die Baujagd auf Wildkaninchen mit dem Frettchen, das in den Bau geschickt wird und die Kaninchen dazu bringt, ihn zu verlassen.
Die Kaninchen springen aus den Röhren und werden mit Schrot geschossen oder in Netzen gefangen, die über die Ausgänge gelegt sind. Das Frettchen trägt oft ein Glöckchen am Halsband, damit man hört, wo es sich im Bau bewegt; manchmal bekommt es einen Beißkorb, damit es kein Kaninchen im Bau reißt und dort verweilt.
Frettiert wird vor allem im Winter, wenn keine Jungen im Bau liegen. Weil mit Netzen auch ohne Schuss gejagt werden kann, eignet sich das Frettieren auch dort, wo nicht geschossen werden kann, etwa auf Friedhöfen oder in Parks; dort gelten aber besondere Regeln.
Verwandte Begriffe
FrettchenDas Frettchen ist die domestizierte Form des Iltisses, die Jäger vor allem beim Frettieren auf Wildkaninchen einsetzen.WildkaninchenDas Wildkaninchen ist ein kleiner Hasenartiger, der gesellig in unterirdischen Bauen lebt, nackte, blinde Junge setzt und die Stammform des Hauskaninchens ist.BaujagdDie Baujagd ist die Jagd auf Wild im Bau, vor allem auf den Fuchs, bei der meist ein Erdhund in den Bau schlieft und das Wild heraustreibt.BauBau heißt in der Jägersprache die unterirdische Wohnanlage von Fuchs, Dachs, Wildkaninchen und anderen grabenden Tieren.RöhreRöhre heißt in der Jägersprache ein unterirdischer Gang im Bau von Fuchs, Dachs oder Wildkaninchen.Befriedeter BezirkEin befriedeter Bezirk ist eine Fläche innerhalb eines Jagdbezirks, auf der die Jagd ruht, etwa ein umfriedeter Hausgarten, ein Hofraum am Wohnhaus oder ein Friedhof.