Wildbiologie · Jägersprache

Wedel

Wedel ist das jägersprachliche Wort für den Schwanz des Schalenwildes, vor allem bei Rot-, Dam- und Sikawild. Beim Reh ist er so kurz, dass er von außen kaum zu sehen ist.

Was bedeutet „Wedel“?

Mit Wedel bezeichnet die Jägersprache den Schwanz der Hirscharten und anderer Schalenwildarten. Andere Wildarten haben eigene Wörter: Beim Schwarzwild heißt der Schwanz Pürzel, bei Hase und Kaninchen Blume, beim Fuchs Lunte, bei Marder und Dachs Rute. Innerhalb des Schalenwildes unterscheidet sich der Wedel deutlich in Länge und Färbung, sodass er beim Ansprechen zusammen mit dem Spiegel am Hinterteil ein wertvolles Merkmal ist. Beim Luchs spricht man wegen der Kürze vom Stummelwedel.

Wedel der einzelnen Hirscharten

Am auffälligsten ist der Wedel des Damwildes: lang, oben schwarz und unten hell. Stellt das Stück ihn bei Gefahr hoch, leuchtet die helle Unterseite als Warnsignal, und der schwarz umrahmte weiße Spiegel wirkt noch stärker; oft flüchtet Damwild dabei in Prellsprüngen. Rotwild trägt einen deutlich sichtbaren, aber kürzeren und bräunlichen Wedel. Beim Sikawild ist er hell mit dunklem Mittelstrich. Der Elch hat einen kurzen Wedel, das Reh einen sehr kurzen, der unter der Decke fast verschwindet. Auch bei abweichenden Farbschlägen des Damwildes bleiben Wedel, Spiegel und Körperbau verlässliche Ansprechhilfen.

Wedel und Schusszeichen

Nach dem Schuss kann die Haltung des Wedels einen Hinweis auf die Trefferlage geben. Beim Waidwundschuss krümmt sich das Stück, flüchtet geduckt und klemmt den Wedel ein. Ein Schuss von hinten auf Spiegel und Wedel gilt als unwaidmännisch, weil das Geschoss durch den Weichschussbereich geht und fast zwangsläufig ein Waidwundschuss entsteht.

„Wedel“ in der Jägerprüfung

Gefragt wird nach Farbunterschieden zwischen Dam- und Rotwild, nach dem Wedel als Körperteil in Aufzählungen und danach, welche Wildarten keinen Wedel besitzen. Bei der letzten Frageform werden Feldhase, Schwarzwild und auch Rehwild als richtige Antworten geführt – beim Reh, weil der sehr kurze Schwanz äußerlich kaum auffällt. Wer den Wedel mit Blume, Pürzel oder Lunte vertauscht, verliert hier leicht Punkte.

Häufige Fragen zu „Wedel“

Wie unterscheidet sich der Wedel von Dam- und Rotwild?

Der Damwildwedel ist lang, oben schwarz und unten hell. Der Wedel des Rotwildes ist kürzer und bräunlich gefärbt.

Hat das Reh einen Wedel?

Biologisch ja, aber er ist sehr kurz und von außen kaum zu sehen. In Auswahlfragen wird Rehwild deshalb zu den Arten ohne erkennbaren Wedel gezählt.

„Wedel“ kommt in 3 Prüfungsfragen vor

So oft taucht der Begriff in unserem Fragenbestand aus Wildbiologie und den übrigen Sachgebieten auf. Übe die Fragen dazu im Trainer, bis du sie sicher beantwortest.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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