Wildbiologie · Jägersprache
Blume
Blume ist das jägersprachliche Wort für den Schwanz von Feldhase und Wildkaninchen. In Prüfungsantworten wird die Blume zudem als Körperteil des Fuchses geführt.
Was bedeutet „Blume“?
Den kurzen Schwanz des Hasen nennt der Jäger Blume, mit der Pflanze hat das Wort hier nichts zu tun. Es gehört zu den Schwanzbezeichnungen, die je nach Wildart wechseln: Wedel beim Schalenwild, Pürzel beim Schwarzwild, Lunte beim Fuchs, Rute bei Marder und Dachs. Beim Hasen ergänzen weitere Fachwörter das Bild, etwa Löffel für die Ohren, Seher für die Augen, Balg für das Fell und Läufe für die Beine. Hasenartige sind übrigens keine Nagetiere, sondern eine eigene Ordnung mit Stiftzähnen.
Die Blume als Bestimmungsmerkmal
Die Färbung der Blume hilft, die Hasenartigen auseinanderzuhalten. Beim Feldhasen ist sie oben dunkel bis schwarz und unten weiß, was zusammen mit den langen, schwarz gespitzten Löffeln ein deutliches Bild ergibt. Das Wildkaninchen trägt eine Blume, deren Oberseite nicht so schwarz abgesetzt ist; auch seine Löffel haben keine schwarzen Spitzen. Der Alpenschneehase hat eine kurze Blume, die im Winterbalg weiß ist. Wer ein flüchtendes Stück vor sich hat, kann also neben Größe, Löffeln und Fluchtverhalten auch auf die Blume achten.
„Blume“ in der Jägerprüfung
Am häufigsten wird schlicht die Bezeichnung für den Hasenschwanz verlangt oder es sollen vier Körperteile des Hasen in der Weidmannssprache genannt werden. In Mehrfachauswahl-Fragen, bei welchen Wildarten es eine Blume gibt, zählen die Kataloge neben dem Feldhasen auch den Fuchs; bei ihm wird die Blume in Aufzählungen neben der Lunte aufgeführt. Nicht verwirren lassen sollte man sich von Fragen aus dem Naturschutz, in denen Blumen im botanischen Sinn gemeint sind.
Häufige Fragen zu „Blume“
Wie heißt der Schwanz des Hasen in der Jägersprache?
Er heißt Blume. Beim Feldhasen ist sie oberseits dunkel bis schwarz und unterseits weiß gefärbt.
Woran unterscheidet sich die Blume von Feldhase und Kaninchen?
Beim Feldhasen setzt sich die Oberseite deutlich schwarz ab, beim Wildkaninchen nicht. Zusätzlich fehlen dem Kaninchen die schwarzen Spitzen an den Löffeln.
Hat auch der Fuchs eine Blume?
In Prüfungskatalogen ja: Bei der Aufzählung der Körperteile des Fuchses wird die Blume neben der Lunte genannt. Die Hauptbezeichnung für den Fuchsschwanz bleibt aber Lunte.
„Blume“ kommt in 7 Prüfungsfragen vor
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Kostenlos Prüfungsfragen übenVerwandte Begriffe
- FeldhaseDer Feldhase (Lepus europaeus) ist ein Niederwild der offenen Kulturlandschaft aus der Ordnung der Hasenartigen. Er ist kein Nagetier, ruht in einer oberirdischen Sasse und bringt behaarte, sehende Junge zur Welt.
- WildkaninchenDas Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) ist ein in Kolonien und unterirdischen Bauen lebender Hasenartiger, die Stammform des Hauskaninchens und jagdrechtlich Haarwild.
- AlpenschneehaseAls Alpenschneehase bezeichnet man die Gebirgsform des Schneehasen (Lepus timidus). Er lebt in Deutschland nur im Hochgebirge, trägt im Winter einen weißen Balg mit schwarzen Löffelspitzen und zählt zu den Hasenartigen.
- LöffelLöffel ist das Wort der Jägersprache für die Ohren von Hase und Kaninchen. Beim Feldhasen sind sie lang und schwarz gespitzt, beim Wildkaninchen kürzer und ohne schwarze Spitze.
- BalgBalg ist das jägersprachliche Wort für das Fell samt Haut von Raubwild und Niederwild, etwa von Fuchs, Marder oder Hase. Beim Schalenwild heißt es Decke, beim Schwarzwild und Dachs Schwarte.
- LunteLunte ist die jägersprachliche Bezeichnung für den Schwanz des Fuchses. Sie ist buschig, beim Rotfuchs etwa 30 bis 45 cm lang und meist hell gespitzt.
- WedelWedel ist das jägersprachliche Wort für den Schwanz des Schalenwildes, vor allem bei Rot-, Dam- und Sikawild. Beim Reh ist er so kurz, dass er von außen kaum zu sehen ist.
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