Horst
Horst heißt das große, meist aus Ästen gebaute Nest der Greifvögel und anderer großer Vögel wie Störche, Reiher und Rabenvögel.
Die meisten Horste stehen in Baumkronen, beim Steinadler meist in Felswänden. Viele werden über Jahre genutzt und wachsen dabei; manche Paare haben mehrere Wechselhorste. Der Habicht belegt seinen Horst mit frischen grünen Zweigen, der Rotmilan baut gern Lumpen, Papier oder Plastik ein. Falken bauen keine Horste, sondern nutzen alte Krähen- oder Greifvogelhorste, Felsnischen und Gebäude; auch Waldohreule und Baummarder ziehen in verlassene Horste.
Als Fortpflanzungsstätten stehen Horste unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes, und Störungen am Horst können zur Aufgabe der Brut führen. Einige Länder haben um die Horste seltener Arten Schutzzonen festgelegt.
Im Waldbau bezeichnet Horst außerdem eine größere Gruppe gleichartiger Bäume in einem Mischbestand.