Wechselwild
Wechselwild heißt Wild, das sich nicht ständig in einem Revier aufhält, sondern zwischen mehreren Revieren hin und her zieht.
Gemeint ist also nicht Wild, das innerhalb eines Reviers vom Einstand zur Äsung wechselt. Typisch ist es bei Arten mit großem Raumbedarf, etwa bei Rot- und Schwarzwild in kleineren Revieren, und bei Hirschen, die zur Brunft einwechseln. Weil solches Wild in mehreren Revieren steht, ist eine Abstimmung über die Reviergrenzen hinweg sinnvoll, etwa in Hegegemeinschaften.
Verwandte Begriffe
StandwildStandwild nennt der Jäger Wild, das dauerhaft in einem Revier lebt und dort seinen festen Einstand hat.WechselEin Wechsel ist in der Jägersprache ein Pfad, den Wild regelmäßig benutzt, etwa zwischen Einstand, Äsung und Suhle; bei Hase und Raubwild heißt er auch Pass.EinwechselnEinwechseln heißt in der Jägersprache, dass Wild, vor allem Schalenwild, in einen bestimmten Bereich hineinzieht, etwa in seinen Einstand oder ein anderes Revier.EinstandEinstand nennt der Jäger den deckungsreichen Bereich, in dem sich ein Stück Wild bevorzugt aufhält, ruht und bei Störung Schutz sucht.HegegemeinschaftEine Hegegemeinschaft ist ein Zusammenschluss der Jagdausübungsberechtigten benachbarter Reviere, um die Hege des Wildes über Reviergrenzen hinweg abzustimmen.