Jagdpraxis

Sicherheitswinkel

Der Sicherheitswinkel ist der nach der Unfallverhütungsvorschrift Jagd einzuhaltende Winkel von 30° zu den Nachbarschützen, in den bei Gesellschaftsjagden nicht geschossen werden darf.

Was ist der Sicherheitswinkel?

Bei Gesellschaftsjagden stehen mehrere Schützen gleichzeitig, und jeder schießt auf bewegtes Wild. Damit dabei niemand in Richtung seines Nachbarn feuert, legt die Unfallverhütungsvorschrift Jagd (VSG 4.4) der landwirtschaftlichen Sozialversicherung einen Sicherheitswinkel von 30° zu den Nachbarschützen fest. Der Winkel beschreibt einen Bereich rund um die Richtung zum benachbarten Stand, in den kein Schuss abgegeben wird. Er ergänzt die zugewiesenen Schussbereiche, die jeder Schütze mit seinem Stand erhält.

Einbettung in die Unfallverhütungsvorschrift Jagd

Die VSG 4.4 ist die geltende Sicherheitsvorschrift für die Jagd, in Kraft seit dem 01.01.2000 und zuletzt in der Ausgabe vom 22.08.2024 erschienen. Für Gesellschaftsjagden verlangt sie neben dem Sicherheitswinkel weitere Regeln: Ein Jagdleiter wird ernannt, vor Beginn findet eine Sicherheitsbelehrung statt, Nachbarschützen müssen einander sehen können, geladen wird erst am Stand und entladen nach dem Ende des Treibens. Mit der Waffe wird nicht durch die Treiber- oder Schützenlinie geschwenkt. Ins Treiben darf weder mit Büchsen- noch mit Flintenlaufgeschossen geschossen werden; eine Ausnahme kann allein der Jagdleiter erlauben, und zwar nur bei besonderen Verhältnissen und wenn niemand gefährdet werden kann.

Größere Winkel bei Stahlschrot

Der Winkel ist eine Mindestvorgabe. Bei Entenjagden mit Stahlschrotpatronen müssen im Vergleich zu Bleischrot größere Sicherheitswinkel zu den Nachbarn eingehalten werden, und auf die Wasserfläche darf nicht geschossen werden, weil Schrote dort abprallen können. Auch Steine, gefrorener Boden, Äste oder ein flacher Schusswinkel begünstigen Abpraller.

„Sicherheitswinkel“ in der Jägerprüfung

Erwartet wird der Wert von 30° und seine Herkunft aus der Unfallverhütungsvorschrift. Beim Thema Wasserwild wird geprüft, ob man weiß, dass Stahlschrot einen größeren Sicherheitswinkel verlangt. Verwechslungsgefahr besteht mit dem Schusswinkel aus der Ballistik: Die größte Flugweite eines Büchsengeschosses ergibt sich bei einem Schusswinkel von 30 bis 35 Grad, das hat mit dem Sicherheitswinkel zu Nachbarn nichts zu tun.

Häufige Fragen zu „Sicherheitswinkel“

Wie groß ist der Sicherheitswinkel bei der Gesellschaftsjagd?

Die Unfallverhütungsvorschrift Jagd nennt 30° zu den Nachbarschützen. Bei Stahlschrot sollte der Abstand größer gewählt werden.

Warum brauchen Stahlschrote einen größeren Sicherheitswinkel?

Beim Schießen mit Stahlschrot gilt gegenüber Bleischrot ein größerer Sicherheitswinkel als Vorgabe. Zudem prallen Schrote leicht vom Wasser ab, weshalb bei der Entenjagd nicht auf die Wasserfläche geschossen wird.

„Sicherheitswinkel“ kommt in 4 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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