Hasenklage
Als Hasenklage bezeichnet man das nachgeahmte Klagen eines Hasen und das kleine Lockinstrument dafür, mit dem vor allem Füchse angelockt werden.
Klagen heißt der Angstschrei, den ein Hase in Not ausstößt. Ein Fuchs, der ihn hört, erwartet leichte Beute und kommt oft rasch heran. Die Hasenklage ist damit ein klassisches Werkzeug der Reizjagd, und anders als das leise Mäuseln erreicht sie auch Füchse in größerer Entfernung.
Das Instrument ist meist ein kleines Blasinstrument aus Holz oder Kunststoff mit einer Stimmzunge. Man klagt in kurzen Folgen und wartet dazwischen ab. Auf den Laut kommen gelegentlich auch Greif- oder Rabenvögel zu; vor dem Schuss wird deshalb jedes Stück sicher angesprochen.
Verwandte Begriffe
ReizjagdDie Reizjagd ist eine Lockjagd auf Raubwild, vor allem auf den Fuchs, bei der der Jäger Laute von Beutetieren nachahmt, etwa das Klagen eines Hasen.KlagenKlagen nennt man in der Jägersprache das laute Schreien von Wild in Angst oder Schmerz, etwa beim verletzten oder gepackten Hasen.MäuselnMäuseln heißt in der Jägersprache, das Pfeifen einer Maus nachzuahmen, um Füchse und anderes Raubwild anzulocken.FuchsDer Fuchs, genauer Rotfuchs, ist das häufigste heimische Raubwild, ein anpassungsfähiger Hundeartiger, der sich vor allem von Mäusen ernährt.LockjagdBei der Lockjagd bringt der Jäger Wild mit nachgeahmten Lauten oder mit Attrappen dazu, von selbst in Schussweite zu kommen.FeldhaseDer Feldhase ist ein Hasenartiger der offenen Feldflur, der oberirdisch in der Sasse ruht und behaarte, sehende Junge setzt.