Jagdpraxis · Jägersprache

Drückjagd

Die Drückjagd ist eine Bewegungs- und Gesellschaftsjagd vor allem auf Schalenwild, bei der wenige Treiber und Hunde das Wild ruhig in Bewegung bringen, sodass es vertraut an Schützen auf festen Ständen vorbeizieht.

Was ist eine „Drückjagd“?

Bei der Drückjagd wird Wild nicht mit Lärm getrieben, sondern behutsam beunruhigt. Ziel ist, dass es langsam und ohne Hast die Einstände verlässt und den Schützen ein sicherer, sauber angesprochener Schuss möglich wird. Die Jagd findet typischerweise im Wald statt und richtet sich vor allem auf Schalenwild, insbesondere Schwarzwild. Weil viele Jäger und Helfer organisiert zusammenwirken, zählt sie zu den Gesellschaftsjagden. Als Bewegungsjagd steht sie im Gegensatz zu Einzeljagden wie Ansitz und Pirsch. Eine Sonderform ist die Ansitzdrückjagd, bei der die Schützen auf festen Ständen sitzen.

Ablauf und Organisation

Nur wenige Treiber, nach dem Prüfungsstoff höchstens vier, gehen ruhig durch die Dickung. Unterstützt werden sie von stöbernden, spurlauten Hunden. Die Stände der Schützen liegen an den Wechseln des Wildes, jeder erhält klare Schussbereiche; Drückjagdböcke von zwei bis drei Metern Höhe verbessern die Übersicht. Bei Gesellschaftsjagden zeigt ein in den Boden gesteckter Standplatzbruch dem Schützen seinen Platz. Revierübergreifende Drückjagden und Sammelansitze gelten als wirksames Mittel, um Schwarzwildbestände zu verringern; in der Region stimmt häufig der Hegering solche Jagden ab. Als Strategien, die den Jagddruck auf Schalenwild mindern, gelten einzelne Bewegungsjagden und die Intervalljagd.

Sicherheit und Verhalten nach dem Schuss

Die größten Gefahren sind Schüsse auf flüchtiges Wild, Standnachbarn in der Schusslinie und ein fehlender Kugelfang. Nach der Unfallverhütungsvorschrift Jagd (VSG 4.4) darf mit Büchsen- oder Flintenlaufgeschossen nur dann ins Treiben geschossen werden, wenn der Jagdleiter es erlaubt hat und eine Gefährdung ausgeschlossen ist. Flüchtet ein beschossenes Stück in eine Dickung, markiert der Schütze den Anschuss mit einem Bruch, meldet dem Jagdleiter den Vorgang und steht für die Nachsuche bereit. Für die Waffe empfehlen sich Zielfernrohre mit 1,25- bis 4-facher Vergrößerung oder ein Leuchtpunkt im Absehen.

„Drückjagd“ in der Jägerprüfung

Rund 90 unterschiedliche Fragen beziehen sich auf die Drückjagd. Häufig geht es um Kennzeichen der Jagdart, die Stellung der Stände, die passende Optik und Waffe, die Unfallverhütungsvorschrift und das richtige Verhalten nach einem Schuss auf ein flüchtendes Stück. Typischer Fehler ist die Gleichsetzung mit der Treibjagd, die mit stärkerem Treiben meist auf Niederwild zielt.

Häufige Fragen zu „Drückjagd“

Was ist der Unterschied zwischen Drückjagd und Treibjagd?

Die Drückjagd zielt vor allem auf Schalenwild, das langsam und vertraut an feste Stände ziehen soll. Die Treibjagd richtet sich eher auf Niederwild und arbeitet mit stärkerem Treiben.

Wo werden bei einer Drückjagd die Stände eingerichtet?

An den Wechseln des Wildes. Jeder Stand erhält klar festgelegte Schussbereiche, damit Nachbarn und Treiber nicht gefährdet werden.

Welches Zielfernrohr eignet sich für die Drückjagd?

Eine niedrige Vergrößerung von etwa 1,25- bis 4-fach. Ein Leuchtpunkt im Absehen erleichtert das schnelle Erfassen.

„Drückjagd“ kommt in 90 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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