Forstkultur
Eine Forstkultur ist eine durch Pflanzung oder Saat neu begründete junge Waldfläche im ersten Entwicklungsstadium, bevor die Bäume zur Dickung zusammenwachsen.
Förster sprechen meist kurz von der Kultur. Sie steht am Anfang der Waldentwicklung, es folgen Dickung, Stangenholz, Baumholz und Altholz. Weil die jungen Pflanzen noch in Reichweite des Wildes stehen, sind sie durch Verbiss und Fegen besonders gefährdet. Am sichersten schützt ein Zaun, das Gatter; bei kleinen Flächen genügt oft Einzelschutz wie Drahthosen oder Verbissschutzmittel. Ein weiter Pflanzverband, also größere Abstände zwischen den Pflanzen, lässt dem Wild länger Äsungspflanzen auf der Fläche und ergibt stabilere Bäume.
Wildschaden an Forstkulturen, die durch das Einbringen anderer als der im Jagdbezirk vorkommenden Hauptholzarten einer erhöhten Gefährdung ausgesetzt sind, wird nach § 32 Abs. 2 BJagdG nicht ersetzt, wenn übliche Schutzvorrichtungen unterblieben sind, soweit die Länder nicht anders bestimmen.