Windwurf
Windwurf nennt man Bäume, die der Sturm samt Wurzelteller umgeworfen hat, im Unterschied zum Windbruch, bei dem der Stamm abbricht.
Besonders gefährdet sind flach wurzelnde Baumarten wie die Fichte, vor allem auf flachgründigen oder vernässten Böden, in Reinbeständen und an frisch freigestellten Bestandsrändern. Mischbestände mit tief wurzelnden Arten wie Tanne, Eiche oder Kiefer sind stabiler. Große Windwurfflächen werden oft zum Ausgangspunkt einer Borkenkäfer-Massenvermehrung, weil der Käfer im liegenden Fichtenholz gute Brutbedingungen findet.
Die Aufarbeitung von Windwurfholz ist gefährlich, weil Stämme unter Spannung stehen und Wurzelteller zurückkippen können. Für das Wild entstehen unübersichtliche Flächen mit liegenden Stämmen, die rasch zuwachsen: Brombeere, Himbeere und Pionierbäume bieten reichlich Äsung, später dichten Einstand. Die Waldschnepfe nutzt solche Flächen für ihren Balzflug. Entlang von Bächen eignet sich für die Wiederbewaldung die Schwarzerle.